Kattoo – Hang On To A Dream (Hymen / 754)
Kattoo ist Volker Kahl, alter Beefcake-Mann und immer noch überzeugter Verfechter der brachialen Orchestrierung. Verdammt, ich mag das. Streicher, Chöre, Pauken, Horror-Samples, verzerrte Beats, Ruhe, Aufregung … alles da. So wie die endlosen Schlachten großer Historien-Filme zerreißt Kattoo alles, woran man bisher geglaubt hat. Und auch wenn ich die Schlachten nie mochte, reicht die Musik doch völlig, um in die Rüstung zu steigen. Mit dickem Pinsel wird die Melodramatik an die ausgebrannte Ruine gemalt, und wenn man bei einer solchen Konstellation eigentlich das Gesicht unter seinen Händen vergraben möchte, vor allem immer dann, wenn Moll plötzlich nach Dur wechselt, kann man Kattoo nur attestieren, dass er der Erste ist, der diesen überbordenen Wahnsinn nicht nur Salon-fähig macht, sondern ihn gleichzeitig so akribisch perfektioniert hat, dass man die hektisch flackernde Kerze von nun an beschützen wird, wie nicht anderes auf der Welt. Polizeifunk hin oder her.
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thaddi
Auch gut:
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- Somatic Responses – Augmented Lines (Hymen / 713)
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