Hecq – 0000 (Hymen / 758)

Ah, Hecq! Goldene Zeiten, schwelgerische Erinnerungen an die Zeit, als Darkness noch den Ton angab in der Elektronika, als für einen kurzen Moment die gespliceten Beats und die weiten Flächen genau das richtige Verhältnis zueinander hatten und sich beide Pole nicht wegnahmen. 0000 ist das mittlerweile vierte Album von Hecq und steht wie ein monumentaler Berg vor einem. Zwei CDs, 17 neue Stücke und zehn Remixe sind ein klares Zeichen dafür, dass es hier einer wissen will. Gut war Hecq immer, aber so präzise auf den Punkt, so funky in seinen strikt programmierten Welten und so sympathisch gruselnd in den Sounds war er noch nie. Eine unfassbare Mischung aus Tracks und Stimmungen, die in ihrer gewaltigen Unterschiedlichkeit wie aus einem Guss jegliche Zweifel an der Beat-Forschung zunichte machen, alle Synth-Programmierer dieser Welt wie schlappe Anfänger aussehen lassen und vor allem nie den Blick in die Sonne scheuen. Groß, fantastisch, endlos. So groß, dass die Remixe dagegen gar nicht ankommen, auch wenn das komplett gelogen ist. Snog, Rekt, Nebulo, Newt etc. wissen um das Besondere bei Hecq, kommen aber nicht an ihn ran, auch wenn ich hier laut verkünden muss: Auf meiner Beerdigung wünsche ich mir als Musik: Hecq vs. Ginormous.
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thaddi
Auch gut:
- Hecq – A Dried Youth (Kaleidoskop / KAL003Y)
- Hecq – Zetha (Onpa / 003)
- Sonar – Cosmic Rays (Hymen/013)
- Kattoo – Hang On To A Dream (Hymen / 754)
- Neutral – Caller ID (Hymen / 733)
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