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8.12.2008 | 11:50
 
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Midori Hirano – Klo:Yuri (Noble / CXCA-1235)



Midori Hirano hat mit ihrem neuen Album einen deutlichen Satz nach vorne gemacht. Schon “Lush Rush”, ihr Debut vor zwei Jahren, hatte ja einen filmmusikalischen Touch, damals unterstützt besonders durch eingestreute Field Recordings, der jetzt gestärkt durch praktische Erfahrung (u.a. Berlinale Talent Campus) und gezielte Produktion (mit Hiromits Shoji) immer wieder in recht starken, traumartigen Atmosphären mündet, die an ihre Labelkollegin Gutevolk oder an Aki Tsuyuko erinnern (“Sora”, “Caracole”). Außerdem instrumentiert Hirano jetzt viel farbiger und spannender, mit mehr klug und unaufdringlich gesetzter Elektronik statt festgefügtem klassischen Kammerensembleklang, und füllt ihre feinen Kompositionen sehr schön mit improvisierten Parts (“Terra”). Und wenn auch nicht alle technischen Schwächen ausgeräumt sind, wie im Fall des Gesangs (Hiranos Hauptinstrument ist das Klavier), so haben sie doch irgendwie an Charme gewonnen (“Null”). Allerdings überrascht aufs Neue die Übermacht der Labelästhetik, als hätten alle Artists eine Ausbildung zum Noble-Musiker durchlaufen, was ich ein bisschen unheimlich finde.
http://www.noble-label.net/
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