Junior Boys – Begone Dull Care (Domino / WIGCD224)

„Parallel Lines“ ist so ein grinsendes Ding, ein, wie man früher oft las, ‚Opener’, der einen schleichend mit in den Tanzsalon der Juniorbrüder nimmt. Da wird das Pulver noch nicht verschossen. Da wird mit der Dramaturgie des Albums gespielt. Jeremy Greenspan und Matt Didemus haben ja schon länger begriffen, wie man aufmerksamkeitsökonomisch die Leute bei der Stange hält, für kleine Momente begeistert, dann auch mal etwas enttäuscht. „Begone Dull Care“ belegt, dass die Junior Boys schon die gewitzten Großmeister des Fleischwolfs aus Synth-Pop, New Wave, Post-Punk und Dance bleiben. Zwischen Hamilton und Berlin haben die Brüder gearbeitet, „Work“, herrlich proletisch reflektiert, feinfühlig auf die Zwölf, zart besaitet schubsend, acht Dinger lang. Und dann sollte man aufhören, nachzudenken und endlich ins Wohnzimmer raven, auf „Repeat“ stellen, „Bits And Pieces“ („If You Can Make It Through The Summer“) und dort tanzen bis „Parallel Lines“.
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cj
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