Hey O Hansen – Sonn und Mond (Pingipung / 16)

Das war überfällig. Hey O Hansen haben in ihrer Karriere so viel musikalische Großtaten und Pionierarbeit geleistet, ihr Genie auf so viele Tonträger der unterschiedlichsten Formate verteilt, dass dies dringend gebündelt werden musste. Pingipung haben die Arbeit des Schubfachplünderns übernommen und es geschafft, Perle um Perle ans Tageslicht zu holen. Angefangen bei den 7″s (Re-Release auf De:Bug Hartwaren), über Tape-Veröffentlichungen bis zu Stücken, die es bislang gar nicht zu kaufen gab, die man bei den Konzerten der Band (Großereignisse!) mit der Zeit lieb gewonnen und verzweifelt gesucht hat. Die Mischung der Sounds und Stile ist ja auch wirklich nur auf den ersten Blick skurril. Austrodub nennt die Compilation das, konkret: schwerer Dub, feinstes Songwriting, eine große Portion Gefühl für den Track und, das fällt hier in dieser Zusammenstellung erstmalig fundamental auf: ein immer stärker zu hörender Hang zur Elektronik, ein offenherziger Umgang mit dem, was da draußen so rumfliegt an Strömungen und Sounds. Die kongeniale Mischung all dieser Dinge macht Hey O Hansen aus. So ist “Sonn und Mond” nicht nur die perfekte Erinnerung für langjährige Fans, sondern auch der geniale Einstieg für alle neuen Entdecker. Ganz tiefes Reinkrabbeln ist ein Muss. Denn dann erst entfacht sich die enorme Vielfalt von Hey O Hansen und plötzlich steht die Erkenntnis in großen Bassnoten direkt vor einem. LoFi ist nur der freundlich vorgeschobene Allgemeinplatz. Das Studio 1 steht seit Jahren mitten in Berlin.
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thaddi
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