Andrew Weatherall – A Pox On The Pioneers (Rotters Golf Club / RGCCD017)

Herr Weatherall sagt es selbst am besten. “I’m not a purist, it’s just about that rock’n'roll essence”. So isses. Legendär bis ins Mark, hat Weatheralls neues Album wenig mit seiner DJ-Reputation zu tun. Es ist schlicht und einfach ein sensationelles Rock-Album, das alle Jungspunde freiwillig aus ihren Garagen ausziehen lässt. Die brechen nämlich zusammen unter der schieren Wucht dieser Tracks des Meisters der Verwandlung. Immer noch hat Weatherall diesen Rotz der frühen 80er in seiner Stimme, immer noch bängt alles wie wild, immer noch ist er durch und durch unwiderstehlich. Dass so jemand einem Basic Channel in seinen DJ-Sets präsentiert, würde man bei seiner Geschichte als Primal-Scream-Produzent, Sabres-Of-Paradies- und Two-Lone-Swordsmen-Dirigent ja noch irgendwie erwarten. Eine lupenreine Rock-Platte, die dann noch so entwaffnend fantastisch ist und wirklich am äußersten Ende des Frequenzspektrums mal hin und wieder elektronische Anleihen durchklingen lässt, allerdings nicht. Kultur-Kokettieren par excellence, mitreißend bis ins letzte Feedback. Und eben durch und durch britisch, alles mitnehmend, was im Eastend gerade auf der Straße passiert. Erschütternd, dieser Durchzug.
thaddi
http://www.rottersgolfclub.co.uk
Auch gut:
- From the Bunker – A Rotters Golf Club Mix (Rotters Golf Club Records)
- Decal – Brightest Star (Rotters Golf Club)
- Decal – Freekin Empires EP (Rotters Golf Club)
- Radioactive Man – Booby Trap (Rotters Golf Club Records)
- Two Lone Swordsmen – Wrong Meeting Part 2 (Rotters Golf Club / 14)
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