Shinichi Osawa – Teppan-Yaki (Southern Fried Records / ECB205)
Sozusagen der Digitalism Asiens, wenn man es auf einen Nenner brechen will in Sachen Bekanntheitsgrad. Klangästhetisch sind sich die beiden Welten gar nicht so fern, scheint Osawa mit der einzige Act aus Japan derzeit auf dem Markt zu sein, der zwischen Schrebbel-Lektro und 8bit-Charakteristik auch bis zu den Ufern des europäischen Fahrwassers schwimmt. Der Longplayer kommt als Remix-Kollektion daher, die sowohl unreleastes Material als auch vergriffene Pressungen unter eine Siliziumscheibe presst. Weit außen vor liegt der Remix für die Lost Valetinos, der in Sachen Kompromisslosigkeit selbst die Macher von so mancher Turbo-Pressung übertrifft. Hi-Energy lautet das Banner, unter dem sich die Klangpenetrationen an Digitalism, Boys Noize oder Mighty Dub Katz suhlen, immer eng an die 8bit-Ästhetik und den unermüdlichen Drang nach vorne angelegt. Darüberhinaus zeigen die Reworks für The Whip und Popular Computer, wie poppig Osawa daherkommen kann, wenn beabsichtigt. Fehlt nur noch der lebensverändernde Dub von Pogo anstatt des zu verspielten Remixes, der Digitalism ein gutes Stück weit nach oben gehievt hatte.
moritz
http://www.southernfriedrecords.com/
Auch gut:
- A1 Bassline – Bad Man Horror EP (Southern Fried Records / ECB204)
- Tom Stephan – Turn That Shit Up (Southern Fried Records / ECB190)
- Cagedbaby – Hello There (Southern Fried Records)
- Cagedbaby vs Infusion – Bordeaux (Southern Fried)
- Big Beach Boutique (Southern Fried Recordings)
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