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11.03.2010 | 17:00
 
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V/A – Mandarinenträume – Electronic Escapes From The Deutsche Demokratische Republik 1981-1989 (Permanent Vacation / 048-2)


Als es mit der DDR spürbar bergab ging, kostete ein westlicher Synthesizer im Intershop um die 20.000 Ostmark. Mal davon abgesehen, dass es zu dieser Zeit den DDR-Bürgern schon reichlich schwer fiel, ihr Geld überhaupt auszugeben, war das immer noch ein amtlicher Batzen Geld. Elektronische Musik in der DDR war, Vermona hin oder her, kein Hobby, das man als Musiker schnell wieder begraben konnte. Und doch stand der elegische Eskapismus von Vorbildern wie Jean-Michel Jarre oder die in Popentwürfe gepresste Vision von Bands wie Depeche Mode hoch im Kurs im deutschen Sozialismus. Die staatliche Plattenfirma Amiga quittierte dieses Interesse mit gerademal zwölf Veröffentlichungen heimischer Künstler. Groove-Redakteur Florian Sievers hat jetzt für Permanent Vacation die wenigen Protagonisten dieser Szene aus den 1980ern auf einer feinen Compilation recherchiert und zusammengefasst. Das ist musikalisch weder sonderlich erhellend noch dringlich, dennoch gräbt man sich gerne durch die ganz unterschiedlichen musikalischen Entwürfe der elektronischen Geister eines untergegangenen Landes. Ein weiterer Mosaikstein im Verständnis der deutsch-deutschen Realität.
thaddi

http://www.perm-vac.com

Auch gut:

  1. V/A – If This Is House I Want My Money Back (Permanent Vacation / Permvac046)
  2. V/A – Space Oddities 2 (Permanent Vacation / Permvac 038-2)
  3. DMX Krew – Come To Me (Permanent Vacation Ever Green / Permvac034-1)
  4. V/A – Permanent Vacation 2 (Permanent Vacation / 016)
  5. Sally Shapiro – Miracle (Permanent Vacation / Permvac 037-1)
Mehr:



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