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16.03.2010 | 17:54
 
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Tetuzi Akiyama & Toshimaru Nakamura – Semi-Impressionism (Spekk / KK020)


Spekk haben sich mit diesem Duo einen Schatz eingefangen. Wir hören Aufnahmen zweier Konzerte in Schweden und eines weiteren in Wien, die sich über die Länge von zusammen einer Stunde von stillebenhafter, hellwacher Kontemplation zu aufgeregter Diskussion schwingen. Diese Entwicklung ist besonders Nakamuras Anteil, dessen Mischpult-Feedback sehr sanft und verhalten lauschend beginnt, bis im letzten Stück in erstaunlich dynamischer Bandbreite Pfeif-, Rausch- und Knistertexturen en gros hervorbrechen. Die meist atonalen Tontropfen, die Akiyama mit seiner akustische Gitarre auf diese Grundierung setzt, bleiben dazu durchweg lyrisch und elegant. Dieser Kontrast macht den großen Reiz des Albums aus, der sich in jeder Stimmung, mit der man an es herangeht, behauptet: Zwei Pole wie Apollo und Dionysos, oder wie Yin und Yang. Aber mit solchen Verankerungen haben die Herren nichts am Hut, und die spielerischen Anekdoten zum Titel (eigentlich: Zikadenimpressionismus) belegen das. Hier regiert die pure Sensibilität.
multipara

http://www.spekk.net/

Auch gut:

  1. Tomas Korber, Erikm, Toshimaru Nakamura, Otomo Yoshide – Brackwater ()
  2. eRikm Günter Müller Toshimaru Nakamura – Why Not Béchamel (For4Ears)
  3. Tetuzi Akiyama & Jozef van Wissem – Proletarian Drift (BVHaast / 0404)
  4. Greg Malcolm & Tetuzi Akiyama – Brombron 12: Six Strings (Korm Plastics)
  5. William Basinski + Richard Chartier (Spekk / 002)
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