Dirac – Emphasis (Spekk / KK021)
Aufs erste Mal Hören wirkt das Album von Peter Kutin, Daniel Lercher und Florian Kindlinger völlig unspektakulär, sehr ruhig, in linearen Bögen, ohne dramatische Spitzen. In vier Stücken um je rund elf Minuten scheinen die wechselnden Instrumente nur von Luftzügen bewegt im Raum zu schweben, und man ahnt schon, dass man, wenn man erst den Kopfhörer aufsetzt, gebannt von den geduldig aufgebauten Schichtungsverschiebungen, viele kleine Sounds entdecken wird, die sich zwischen die Gitarren, Percussion, mal Klavier, Orgel, sogar Bläser, und immer wieder raumöffnende Fieldrecordings schmiegen. Zur Arbeit an seiner Musik sperrt sich das Trio weg und entwickelt die Stücke dann in kontemplativer Improvisation aus dem Hinhören und Wirkenlassen der Stimmungen, ohne besondere Planung, Botschaft, Konstruktion. Diese Beschränkung (und, wie Dirac selbst völlig richtig sagen, Experimentalität) macht des Hörers Ohr erst richtig auf. Magische Wintermusik.
multipara
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Auch gut:
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