Oren Ambarchi – Intermission 2000-2008 (Touch / Tone 40)
Der Australier Oren Ambarchi ist Großmeister des Zen-Noise. Bei ihm scheint die Zeit, wenn nicht komplett stillzustehen, so doch sehr langsam voranzukommen. Stoische Subbässe aus der Gitarre, ritualistische Gongschläge und mehr oder minder durchdringende Frequenzen unbestimmter Herkunft stehen bei ihm im Raum oder schieben sich unaufhaltsam durch die Luft. Intermission 2000-2008 versammelt Seltenes und Verstreutes, das auf Compilations oder limitierten Vinylausgaben erschien. Das Spektrum reicht von sanften Etüden am Rande der Hörbarkeit bis zu unbarmherzigen Obertonsägen, die einem bedrohlich um die Ohren kreisen. Ambarchi beherrscht sein Fach souverän, einzig in seinem Remix des Paul-Duncan-Songs “Parasail“ wollen Stimme und die schroffen Schwingungen nicht recht zueinander finden. Musik, die einen nicht mit offenen Armen empfängt, sondern langsam in ihren Bann zieht. The rest is noise.
tcb
Touch
Auch gut:
- Oren Ambarchi – Grapes From The Estate (Touch / 61)
- Oren Ambarchi – Suspension (Touch)
- Oren Ambarchi & Robbie Avenaim – Clockwork (room40 / EDRM404)
- Oren Ambarchi – Triste (Southern Lord)
- Oren Ambarchi & Martin Ng – Reconnaissance (Staubgold/015)
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