Matt Tolfrey & Christopher Sylvester – Real Talk EP (murmur / mur016)
Mit dem Londoner murmur-Label des Partystrategen Geddes bin ich bis heute noch nicht ganz warm geworden. Nun haut Leftroom Labelboss Matt Tolfrey hier schon seine zweite Platte mit Christopher Sylvester raus. Gut, es ist nicht die Neuerfindung von Chicago House, aber besser als das meiste, was in die Richtung gerade so gepresst wird. Auch weil man sich – unterstützt von Kevin Knapp aus San Francisco – zum einen nicht davor scheut mit Klischees zu jonglieren; denn davon lebt diese Musik schließlich, sofern man es nicht zu platt anstellt. Auf der anderen Seite scheinen mir Keys, edgy Synths und Drumprogramming (gut, das könnte ein bisschen Feintuning vertragen) gar nicht wirklich oldschool sein zu wollen. Ist ja nich’ schlimm, wenn man die Kids heute zum Tanzen bringen möchte. Der Ryon-Crosson-Remix soll’s dirty machen, kommt bei mir aber gar nicht an. Was sie an Mühe bei den Drums des Titeltracks weggelassen haben, scheinen die Produzenten in die B-Seite zu stecken. Raus kommt ein mäßig spannender Tech-House-Track, dem aber leider die Prise an interessantem Sound fehlt, den solche Produktionen zum Gelingen nötig haben.
giant steps
Auch gut:
- Matt Tolfrey & Craig Sylvester – The Horn / Acix (Crosstown Rebels / 019)
- Matt Tolfrey / Gavin Herlihy – I Just Can’t Take It / Collect (Cocoon / COR001)
- Sack & Blumm – Sylvester Orchester 2000 (Staubgold 6)
- Christopher und Rafael Just – Popper (Combination Records / 031)
- V.A. – Relations EP (Murmur / 002D)





