Kontext – Dissociate (Immerse / Ime016)

Stanislav Sevostyanikhin ist einer der Helden der Stunde. Seine 12″s auf Immerse begeistern uns schon lange, jetzt kommt sein Album. Und was für eins! Um einige Tracks der Maxis herum baut der Russe aus St. Petersburg sein Universum Schritt für Schritt auf. Das ist vor allem dunkel, mysteriös, vertrackt und böse. So wie man sich Russland unter einer dicken Wolkendecke eben vorstellt. Bei Kontext spielen die Beats eigentlich nur eine Nebenrolle, oder anders formuliert, stehen als gleichberechtigte Partner neben dem Sounddesign. Und das ist in seiner kategorischen Schwere doch extrem fluffig und leichtgängig. Viel Fläche, viel Moll, viel Echo und Erinnerung. Kontext, und das wird auf dem Album erstmalig richtig klar, fühlt sich einer Epoche verpflichtet, als Klang alles und die detaillierte Ausarbeitung harmonischer Ideen die oberste Priorität war. An der Schnittstelle zwischen Dubstep und Elektronika erschafft er eine Welt, die nur ihm gehört. Eine mitreißende Reise in das Dickicht.
thaddi
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Auch gut:
- Kontext – Convex Curved Mirror (Immerse / Ime011)
- Kuma/Kontext – Dawn Stepped Outside (Immerse / IME010)
- Planas – Look Into My Eyes (Immerse / Ime018)
- Asusu – Togetherness (Immerse / Ime017)
- B. Fleischmann – The Humbucking Coil (Morr Music / 63)
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