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23.08.2011 | 11:21
 
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Deadbeat – Drawn & Quartered (BLKRTZ)


Es ist wie mit der restlichen Musik auf der Welt. Nichts ist jemals wirklich komplett ausdefiniert, überall klaffen Lücken, mögen sie auch noch so klein sein. So zerfällt der Dub ja eigentlich in zwei Hälften: Erbe und Techno-Derivat, mit oder ohne Step-Anhängsel ist da völlig unrelevant. Genau hier liegt der Denkfehler, denn Deadbeat wählt weder den einen noch den anderen Weg für sein neues Album, das gleichzeitig den Start seines eigenen Labels markiert. Und es ist ein schmaler Grat, den man hier beschreiten muss, um eben jene Lücke zu füllen, die Scott Monteith für sich in seinem Kopf ausgemacht hat. Den Versuch, beides zusammenzubringen und dabei eben doch einen neuen Weg zu gehen, das gelingt Deadbeat auf sensationelle Art und Weise. Denn während die, die das Erbe von Reggae und Dub eher als Swing für ihre eigenen Dancefloor-Entwürfe zur Hand nehmen und immer und immer wieder in der Berliner Schule gefangen sind, genau daran scheitern, wenn es um den nächsten Durchbruch in Sachen Sound geht, blüht Deadbeat schon längst auf. Denn Sound ist genau das Stichwort, um das es bei “Drawn & Quartered” geht. So weit wie das Meer. Ausstaffiert mit Überraschungen, Details und doch so weit und luftig. Das Album spricht Techno, durch und durch. Das ist das Geheimnis von Deadbeat. Er zieht seine Vision für den Dancefloor weniger aus der wattierten Zurückhaltung des Offbeats, sondern dieser dezidierten Geradeaushaltung der tiefen Nacht. Genau diese Vermischung macht “Drawn & Quartered” so einzigartig, so sensationell, so langlebig. So ist es kein dubbiges Schunkelalbum, sondern vielmehr ein fein austariertes Meisterstück der Bassdrum, die ruhend in einem Ozean aus Sound liegt, wartend auf die nächste Gelegenheit zuzuschlagen.
http://www.myspace.com/deadbeatcomputermusic
thaddi

Auch gut:

  1. Deadbeat – Primordia (Intr_Version / 003)
  2. Deadbeat – Radio Rothko (The Agriculture / AG052)
  3. Deadbeat – Version Immersion (Scape / 040)
  4. Deadbeat / Monolake – Random Brown (Cynosure / 019)
  5. Deadbeat – WIld Life Documentaries (Scape / 15)
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