Goth–Trad – New Epoch (Deep Medi Musik / Medicd007)
Takeaki Maruyama hat sich für sein neues Album Zeit gelassen, fast sieben Jahre, um genau zu sein. Mit dem läutet er denn auch gleich eine “New Epoch” ein. Eine Zeit, in der Dubstep sich endgültig von Klischees wie der einst so beliebten Tieffrequenz-Bauchmuskelmassage verabschiedet hat. Und so legt Maruyama eine Platte vor, die mit Elementen arbeitet, wie man sie vom Dubstep her kennt, hallende Claps in Gesellschaft von aufgelockert synkopierten Beats etwa – klar, Bass gibt es auch –, mit denen er dann so offen und unbefangen arbeitet wie die Mehrheit der heutigen Dubstep-Produzenten, die etwas auf sich halten. Freiere elektronische Ansätze finden sich neben Anklängen an die raueren Jungle-Tage oder gar Reggae-Referenzen – in “Babylon Fall” singt Roots-Meister und Teufelsaustreiber Max Romeo. Trotz aller metallisch patinierten Effekte, die sich dabei so ansammeln, hat seine Platte zugleich etwas Leichtes und Spielerisches, durch das sie sich in der Summe zum großen Wurf fügt. Tanzen kann man dazu auch.
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tcb
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