Afarone – Lucen (Karlrecords / B0066NTR5E)
Der in Spanien lebende Mittdreißiger Stefano Ruggeri ist laut Info klassisch ausgebildeter Pianist. Und er ist Afarone. Und er lässt sich Zeit. Zu seinen Einflüssen zählt er sowohl postmoderne Popmusiker im weiten Sinn wie Alva Noto oder Mira Calix, aber auch Klassiker wie Alban Berg oder Gustav Mahler. Man hört es seinen elegischen Schichtungen an. Die aber nie nur schichten, die sich schnell in Beats verwandeln und anstecken. Das geschieht offenhörbar auf der Grundlage von Nachbarn wie Murcof oder Deaf Center, doch ohne deren minimalistische Abstraktion oder neoklassische Dramatik. Klar ist das eine Musik für bessere Zeiten als die Charts, aber der Pop scheint überall kräftig durch die Tracks von Afarone. Schön, sehr schön. Und warm, auch sehr.
http://www.karlrecords.net
cj
Auch gut:
- Arnold Dreyblatt & the Orchestra of Excited Strings – The Adding Machine (Cantaloupe Music, 2001)
- Looptroop – Modern day city symphony ([Burning Heart])
- Mint Julep – Save Your Season (Village Green / VGCD001)
- John Shananigans – The Man With One Blue Shoe (Circus Company / 040)
- Rothkamm – ALT (Baskaru / karu:15)




