Da bin ich ja erstmal erschrocken, als Pretty Flacko wieder von Realness geredet hat, hatte ich mich doch so gefreut, dass diese von den postmodernen Theoretikern Odd Future endgültig abgeschafft wurde. Aber Entwarnung, HipHop bleibt auch 2013 massenkompatibel und es geht in “Fuckin’ Problems” wirklich nur um Sex, nicht um Authentizität. Für die vorab erscheinende Single hatte A$AP sich wieder einige seiner Homeboys herangeholt, das ist aus Marktgründen natürlich verständlich und funktioniert hier auch sehr gut. Jedoch lassen sich an anderer Stelle weder die Songs mit Skrillex noch die mit Santigold oder Florence Welch mehr als einmal anhören, so nervig schrecklich sind sie. Ansonsten bleibt es, bedenkt man die lange Wartezeit und was sich in den vergangenen Monaten sonst getan hat, vergleichsweise sicher und kalkuliert, also leider ein wenig langweilig. Erstaunlich jedoch, wie viel in dieses Album gepackt wurde. Es wird die Geschichte des Harlem-Ghetto-Kids erzählt, gleichzeitig lassen sich die handtaschenschwingenden Mädels sehr gut zu “Fashionkiller” beim vorabendlichen Lipgloss auftragen visualisieren, und in “Phoenix” werden in guter New-York-Rap-Tradition die Selbstmordgedanken an der Spitze des Ruhmes formuliert. Neben “Goldie” definitiv geilster Track des Albums.

eg

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