Agoria war schon immer so was wie der Akademiker-Trancer. Mit IDM und Glitch im Background, aber dennoch mit Mut zum emphatisch flächenverwöhnten Hüttenauseinandernehmen, aber mit Denkerbrille ausgestattet, bildlich ausgedrückt. Auf seinem Beitrag zur Balance-Compilationreihe nimmt sich Sébestien Devaud daher auch nicht weniger als 50 Tracks auf zwei Mixen vor und technoiert vor johlendem Publikum gewohnt treibend vor sich hin. Part 1 mit Tracks von Alva Noto, The Field, Tosca, Olibusta und gar discoiden Slides mit jozif oder Bibio macht Breitbandbewusstsein deutlich. Er schafft einen seltsamen, aber nicht unbedingt schlechten Drift von Großhalligem zu nassem Club und wieder raus mit deephousigem Abgang. Dort beginnt auch der zweite Teil “Rising Sine” und wie zu erwarten ist es auch hier die dancefloororientierte Scheibe der beiden (Avril, Gadi Mizrahi, Einmusik, Aufgang, Francesco Tristano, Mark Broom). Hier bietet Agoria so ziemlich alles an zeitgemässem akkord- und popaffinen Techno an, was vier qualmende Traktordecks so hergeben. Sehr versatil selektiert, präzise gemixt, an gewissen Stellen dann doch aber wiederum zu diktathaft.

ji-hun

EQ

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