Nach zwei Alben für Progressive Form und Festivalgigs auf dem halben Planeten hat sich Akihito Saitoh mit seinem dritten Album auf seinem eigenen Label zu einer festen Größe in Japans Elektronikaszene entwickelt. Nach einem halben Jahr Vertriebsorganisation können wir jetzt endlich nachspüren, wieso er dort Chartsplätze und Props von Ryuichi Sakamoto sammelt. Letztere mögen sicher mit seinem herausragenden, jazzigen Keyboardism zu tun haben, der allerdings immer im Dienst eines elektronischen Kaleidoskops steht, das über einem klappernden, klickernden, gedämpft funky Doumen-style Beatsample-Gerüst perlende oder auch präparierte Pianosounds und digitales Wasserkristallsplittern, analoge Arpeggien und taperauschige pastose Abendrotwolkenflächen in cleveren Instrumentwechseln einen Traumreigen tanzen lässt, und dabei spanische Fieldrecordings, Gamelan-Atmosphären oder Italo-Moods einstreut, als hätte das alles schon immer so zusammengehört. Bei Ametsub muss es einfach zusammen – nichts klingt kühl gebastelt, sondern fließt aus der Seele und macht so ungerührt und ohne Klischees da weiter, wo Expanding (oder auch CCO) mal aufgehört haben.
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multipara

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