Der Chicagoer Part-Time-Berliner Max Jenkins, zuletzt mit einem unerwartet hypnotischen, kühl-funkigen Pumper samt chinesischen Vocals auf Steadfast, hat inzwischen sein eigenes Label gegründet, dessen dubbig-weiches Debut zum Jahresanfang wir aufgrund seines wilden Weltenbummlerdaseins glatt verpasst haben. “Hardplace” auf der A-Seite bettet uns auf wechselnden Orgelpunkten, die so nach warmer Sommernacht duften, dass das ergänzende Beatbeiwerk irgendwann der sanften Bassblütenmelodie das Ruder überlassen kann. “Ajumas” auf der Flip kommt zuerst im Gewand eines halbdunkel-halligen Remixes von Anton Zap, der so mit multiplen Grüßen ans 90er Dubtechno-Berlin beschäftigt ist, dass vom darauffolgenden Original kaum mehr über bleibt als ein sich durch die Spuren stehlendes Freisignal und die leise Streichergrundierung. Dann aber gleitet am Seil eines aus dem Raum gefallenen Chord-Tons auf der Eins die Urversion durchs rhythmische Gitter, leicht wie ein Segelflieger, taumelnd drehen sich darunter geometrische Felder: wunderschön und Area at his best.
http://m50.net/kimochisound.html
multipara

One Response

Leave a Reply