Rob Brown und Sean Booth haben schon elf Studioalben aufgenommen. Zudem haben sie manch einen Indie Nerd wie mich vor ca. 15 Jahren zu neuen Ufern getrieben. Da waren Jungle und Drum’n’Bass auf der einen und diese unglaublich schrägen, zappeligen Attacken von Acts wie Squarepusher, Aphex Twin und eben Autechre. Stets am Untanzbaren entlang schliddernd vermochten Autechre trotzdem immer für Bewegung zu sorgen. So schufen sie eine eigene Sound- und Rhythmus-Ästhetik, die bis heute nicht wirklich eingeholt wurde. So seltsam zeitlos postmodern klingen sie auch auf “Exai” wieder, wobei sie vollkommen hemmungslos weiter surfen, virtuell wohl bemerkt. Ob dieses Neue im Gewohnten von Autechre nunmehr an ihnen, am Zuhörenden oder – wie zu erwarten – am gesamten Kommunikationsprozess liegt, mögen Empiriker evaluieren. Fest steht: So kann minimal-maximales ADHS (weiterhin) einen Mordsspaß machen, höre mal das Monsterchen “irlite (get 0)” etc.
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cj

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Elektronische Lebensaspekte.

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