6 Remixe ihrer immer wieder gerne gehörten und immer wieder überraschenden LP auf Monika. Es beginnt mit Antonelli, von Morgenstern und Obermaier gemixt, das sich mit vielen Dubs und einer langsam ins Ohr fräsenden Melodie ,die man nicht vergisst, als Instrumentaltrack sehr viel Haus ins Heim holt, den kitschigen Refrain immer ganz gut mit einer dezenten gescratchten Märchenplatte übersteht und auch als Hymne ganz gut funktioniert. Der Michael Mülhaus Mix nennt sich etwas dumpf Grossraum Mix und denkt dabei wohl an die Blumfeldvorstellung von Großraumdisko, die in ungefähr die Relevanz früher Andreas Dorau Housevorstellungen hat und nur knapp über Kneipenathmosphäre dahinseegelt. Mau, aber verständlich, wenn man weiß daß Barbara Morgenstern mit Blumfeld auf Tour gehen muß. Joe Tabu geht dann in die Tiefe, läßt die Samples gespenstisch transparent werden und walzt genüßlich vor sich hin, Console und Heimtrainer finden sich hier als Heimkonsole mal wieder zusammen und bewahren den ultratraurigen Aspekt von das “Wort” gut auf, zersplittern ihn in einem sehr ergreifenden Stück Stakkatofunks mit blubbernden Bässen und sehr trockener rückwärts gespielter Stimme. Schlammpeitziger watet mit Gummistiefeln durch die eigene 8Bit Sauce, mit gelgentlichen Sternschnuppen und steigert sich immer mehr in ein großes Psychodrama hinein. Zum Abschluß dann der Signaltonremix von Robert Lippok, der versucht aus Barbara Morgenstern die vollkommene Cher deutschen Gesangs zu machen. Schöne EP, die Barbara selber als ihre Musik zur Zeit bezeichnet, was sie zumindest auf einigen Tracks auch gut vertreten kann.

bleed

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