Sagen wir es mal lieber gleich. Mit dieser CD macht sich Monika Enterprises auf den Weg, das deutsche Rephlex zu werden. Alles geht, Hauptsache es macht Spaß. Die Coolness kommt dann schon von selber. Barbara Morgenstern und ihre Vermona, die den Namen “ET” zurecht trägt, platzen mitten in den 80er Retrowahn wie ein ungebetener Gast auf die langweiligste Party der Welt, nur um alles wieder einmal durcheinanderzubringen. Was soll das, wird man sich fragen. Wieso ist es auf einmal so nett hier? Wer darf da unbekümmert von Dingen singen, die viel zu nah sind? Warum ist Schunkelpop gut, wie easy ist die Welt, und warum muß ausgerechnet jetzt wieder mal der Alleinunterhalter zu voller Größe sich mitten in der Musikgeschichte aufrichten und sagen: ach, die Elektronik, ja! Die Songs auf dieser Platte wirken wie das längst fällige Gegenstück zu Ed DMX, lausig klapprige und leichte Beats, Hawaigitarren neben kitschig eiernden Synthesizervibratos, swingende Themen, übertriebene Bilder, einfaches Instrumentales und schwerwiegend zu hause Gedichtetes. Die Art, wie hier Indiepop der obskuren, vergessenen Art aus den 80ern mitten in Lofielektropopästhetik poltert, “nett” endlich mal wieder ein Wert für sich werden darf, ein Popsong sich mit den Haustieren wie von selbst versteht, und ob leise oder laut, die Welt, so kaputt sie auch sein mag, erst mal so in Ordnung sein muß, und die Ordnung gut, ist vielleicht nicht überraschend, aber irgendwie sehr sympathisch.

bleed

Leave a Reply

Sagen wir es mal lieber gleich. Mit dieser CD macht sich Monika Enterprises auf den Weg, das deutsche Rephlex zu werden. Alles geht, Hauptsache es macht Spaß. Die Coolness kommt dann schon von selber. Barbara Morgenstern und ihre Vermona, die den Namen “ET” zurecht trägt, platzen mitten in den 80er Retrowahn wie ein ungebetener Gast auf die langweiligste Party der Welt, nur um alles wieder einmal durcheinanderzubringen. Was soll das, wird man sich fragen. Wieso ist es auf einmal so nett hier? Wer darf da unbekümmert von Dingen singen, die viel zu nah sind? Warum ist Schunkelpop gut, wie easy ist die Welt, und warum muß ausgerechnet jetzt wieder mal der Alleinunterhalter zu voller Größe sich mitten in der Musikgeschichte aufrichten und sagen: ach, die Elektronik, ja! Die Songs auf dieser Platte wirken wie das längst fällige Gegenstück zu Ed DMX, lausig klapprige und leichte Beats, Hawaigitarren neben kitschig eiernden Synthesizervibratos, swingende Themen, übertriebene Bilder, einfaches Instrumentales und schwerwiegend zu hause Gedichtetes. Die Art, wie hier Indiepop der obskuren, vergessenen Art aus den 80ern mitten in Lofielektropopästhetik poltert, “nett” endlich mal wieder ein Wert für sich werden darf, ein Popsong sich mit den Haustieren wie von selbst versteht, und ob leise oder laut, die Welt, so kaputt sie auch sein mag, erst mal so in Ordnung sein muß, und die Ordnung gut, ist vielleicht nicht überraschend, aber irgendwie sehr sympathisch.

bleed

Leave a Reply