Der Sound von Barn Owl mutiert auf ihrem neuen Album ein weiteres Mal – was bleibt, ist die Drone-Metal-Basis, neu ist die schwerer gewichtete Elektronik, die zu laute und hart verzerrte Gitarrenriffs in den Hintergrund rückt und dafür das softe Dröhnen und Bruzeln der Synthesizern die Stimmung lenken lässt. Der Opener “Void Redux” lässt einen erst klaustrophobisch-ungeduldig werden, doch schon die nächste Nummer geht mit rauschenden Orgeln schnell ins Majestätische – Peaktime-Drone sozusagen, mit angenehm spärlichen Drums versetzt. Barn Owl halten sich auf “V” bis auf den 17-minütigen Schlusstrack auch angenehm kurz, das gibt der Platte die nötige Prägnanz, wo ja gerade jeder was mit “Dark Ambient” macht. “V” ist Wüstenrock im stürmischen Winterwald, extrem dicht und atmosphärisch. Dass sich Barn Owl nicht in ihren Kompositionen verlieren, ist schließlich Voraussetzung dafür, dass der Hörer das tun kann. Rein da also, und am besten mit rausnehmen auf den nächsten Nachtspaziergang.
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MD

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