Akustik und Visualität hängen bekanntermaßen eng zusammen. Wie nah, das zeigen Boards Of Canada, die nicht nur Filme, Projektionen und Fotos produzieren, sondern auch Sounds, die wie Bilder funktionieren und gar nicht erst analysiert werden sollten. Dabei würden die Boards genügend Stoff für Examensarbeiten bieten: diverse Pseudonyme stehen für ebenso diverse Aktivitäten. Und immer wieder tauchen beiläufige oder unterschwellige Botschaften auf (achte auf die Samples!) – ein Track heißt gar „The Devil Is In The Details“. Jedenfalls sollte das bei den zunächst wunderschön anmutenden Klängen nie ganz in Vergessenheit geraten. Tracks wie auch Kontexte erscheinen stets etwas mysteriös, was den Boards auch schon mal die Schublade Psychedelic einbrachte. Hört man die 23 (!) neuen Stücke, so fühlt man sich tatsächlich in elektronische Dreamlands versetzt. Mit stumpfem Hippietum hat das aber wenig zu tun – Marcus Eion und Michael Sandison entwerfen hier eher eine Warp-taugliche Mini-Oper. „Geogaddi“ wirkt wie eine sich selbst bewegende Stadtlandschaft, in die der Zuhörende eintritt und durch die er oder sie sich fahren lässt, an der Hand von melancholischen Sounds und stockenden Beats. Seltsam und groß und mit eiernden Hits wie „1969“ oder „Alpha And Omega“.
http://www.boardsofcanada.com


CJ

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Akustik und Visualität hängen bekanntermaßen eng zusammen. Wie nah, das zeigen Boards Of Canada, die nicht nur Filme, Projektionen und Fotos produzieren, sondern auch Sounds, die wie Bilder funktionieren und gar nicht erst analysiert werden sollten. Dabei würden die Boards genügend Stoff für Examensarbeiten bieten: diverse Pseudonyme stehen für ebenso diverse Aktivitäten. Und immer wieder tauchen beiläufige oder unterschwellige Botschaften auf (achte auf die Samples!) – ein Track heißt gar „The Devil Is In The Details“. Jedenfalls sollte das bei den zunächst wunderschön anmutenden Klängen nie ganz in Vergessenheit geraten. Tracks wie auch Kontexte erscheinen stets etwas mysteriös, was den Boards auch schon mal die Schublade Psychedelic einbrachte. Hört man die 23 (!) neuen Stücke, so fühlt man sich tatsächlich in elektronische Dreamlands versetzt. Mit stumpfem Hippietum hat das aber wenig zu tun – Marcus Eion und Michael Sandison entwerfen hier eher eine Warp-taugliche Mini-Oper. „Geogaddi“ wirkt wie eine sich selbst bewegende Stadtlandschaft, in die der Zuhörende eintritt und durch die er oder sie sich fahren lässt, an der Hand von melancholischen Sounds und stockenden Beats. Seltsam und groß und mit eiernden Hits wie „1969“ oder „Alpha And Omega“.

http://www.boardsofcanada.com
CJ

Leave a Reply

Your email address will not be published.