Knistern wird mit dem vierten Release zu einer echten Funk-Schleuder. Bearbeitete Loops von Jazz-Aufnahmen kombinieren sich mit digitalen Effekten zu einem Bigband-Groove, der zwischen Southern Soul und einarmigen Banditen eine Menge Spaß mit sich selbst hat. Auch zu dieser Single gibt es wie zu allen anderen Knistern-Releases ein Diagramm zur Aufnahme-Konstellation. Dessen grafische Strenge hätte diesmal aber mit ein paar Blumenzeichnungen umrandet werden müssen, um der Musik zu entsprechen. Die vier Aufnahmen auf A3XX haben oft den naiven Charme von Jean Jaques Perrys Experimenten aus den späten 60ern, als man mit Entdeckerfreude den neuen elektronischen Klängen lauschte, die man aber immer in ein konventionelles Setting stellen zu müssen glaubte. Wenn auf Knistern 5 zu diesem Brassrock-Späßchen noch eine Spur Hippie-Latin dazu kommt, rufe ich beglückt ein Carla-Bley-Minirevival aus.

jeep

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