Die Casady-Schwestern fühlen sich wohl in ihrem Universum aus Verkleiden, Theater, Robin-Hood-Kommune, Operntravestie und Einhörnern auf LSD. Dass sie damit den Nerv von Anti-Folk und Gender-Bending trafen, war eher Zufall. Deshalb gibt es für sie auch keinen Grund, nach der Anti-Folk-Ermüdung ihren Ansatz zu ändern. Das Leben ist eine Bühne, auf der sind längst nicht alle Nischen und Seitenkammern durchforstet. Etwas konsistenter klingen die einzelnen Stücke, sind aber immer noch für Menschen gemacht, die hinter jeder Mitsingmelodie den Ausverkauf vermuten. Vielleicht sollten sie sich mal mit Kate Bush zusammensetzen, um das Hitpotential von Rittern auf Hexenbesen zu ergründen.

jeep

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