Der Saxofonist Colin Stetson hat bei Roscoe Mitchell und Henry Threadgill studiert, war mit Arcade Fire und dem Belle Orchestra auf Tour, mit Tom Waits, Recloose, Anthony Braxton, Bon Iver und Laurie Anderson im Studio und hat mit Mats Gustafsson, Fred Frith und Peter Kowald musiziert. Das sollte eigentlich für ein normales Musikerleben reichen. Colin Stetson nimmt aber ganz nebenbei noch Soloalben auf. So erscheint bereits jetzt der dritte Teil seiner “New History Warfare”-Reihe. Bon Ivers Justin Vernon steuert zwar bei einigen Tracks Gesang bei, das Hauptaugenmerk liegt aber auf Stetsons Alt-, Tenor- und vor allem Basssaxofonspiel bei gleichzeitigem Gesang. Repetitiv, mäandernd und kraftvoll treibend ist sein Spiel, Zirkularatmung macht dabei jegliche Loops überflüssig, Überblastechnik ersetzt mühelos jeden Verzerrer und die Instrumentenklappen funktionieren als Perkussionselemente. Produziert wurde das Album von Ben Frost, der seine Ambient-, Noise- und Droneexperimente auf Bedroom Community und Room40 veröffentlicht hat und anscheinend genau die richtige Wahl war.
http://www.cstrecords.com
asb

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