Mit “Simulat” reiht Cosmin sich, wenn auch ganz hinten, in die Techno- und House-Reihe ein. Strukturell scheint er sich eher am Prog-Rock zu orientieren. Der Opener “Amor Y Otros” ist mit seinem großzügigen Flanger-Synthie der perfekte Einstieg, während das unglaublich epische “Want you to be” dem Album eine passende Schluss-Note verpasst. Dazwischen spielen sich immer wieder verblüffende Szenen aus der jüngeren Musikgeschichte ab. Etwa in “Infinite Helsinki”, bei dem die Affinität des Rumänen zu experimentellem Ambient genauso herauszuhören ist wie die zur Minimal Music von Philip Glass oder Terry Riley. Ergänzt wird der fast beatlose Track durch nostalgische 80er-Toms. Darüber hinaus sorgen Zomby-esque Arpeggios für die nötige Buntheit, wenn einem die druckvolle Tiefe in “Osu Xen” zu viel wird. Das beginnt zunächst mit zögerlichen Fabrik-Fieldrecordings, aus denen sich später ein treibender Groove herausschält. Die durchgängige Bassdrum ist dabei vor allem ein Medium für komplexe Arrangements aus breiten Klangflächen und ausufernden Melodien. Die Strukturen der Songs sind oft hoch verdichtet und entfalten sich im Kopfhörer genauso gut wie im Club, da sie dabei nie ihre Funktion des kollektiven Ravens verlieren. 12 Weapons für die Tanzhallen eben.
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phire

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