Natürlich will uns Cylob vormachen, dass ein Lobster dieses Tier mit den großen Scheren ist, und schwarz weiss, und dass es mindestens so tragisch dreinschaut wie auf der rosafarbenen 7″ alles klang. Hier klingt dagegen erst mal alles sehr extrem überdreht, und grade weil es eine klassische Tracks Platte sein will, wird es kompletter Unsinn, wie man es von einem seriösen Künstler wie Cylob und seinem Rechner nicht anders erwarten würde. Nervig fiepsig, kratzig angezerrt, und mit vielen leicht unheimlichen Tricks, die den Groove in eine halluzinogene Metrik kicken, aus der er, offensichtlich, denn so gefällt er sich am besten, gar nicht mehr raus will. Der Lobster ist aber tatsächlich ein schweinchenroter Engländer im Urlaub, und deshalb geht hier auch alles etwas schneller, bekommt gelegentlich einen balearischen Swing wie auf frühen Acieedplatten, krabbelt über den Rand seiner eigenen Festplatte mit dem mormonischen Grinsen eines Zwergs im Bastrock, und taucht unversehrt auf jedem der acht Stücke wieder mit gleichem Elan auf. Ein Album wie gemacht dafür, die Dreidimensionalität des Dancefloors in ein konstantes Staunen vor seiner eigenen Grösse zu verwandeln. Jeder einzelne Track ein Blueprint für kommende Generationen kompletter Genres.

bleed

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