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30.07.2002 | 12:51
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Boller, Schepper, Ploink. Sote rockt mit dieser uns-ist-jetzt-erst-mal-alles-egal-Attitüde, die Warp in letzter Zeit so gerne hat, los und brettert sich selber in jeden Breakbeatgraben dieser Erde. Alle Samples zerstört, die Extase immer auf dem Höhepunkt durch möglichst viel Information an der Grenze zur Psychose gehalten und alle Verzerrer auf Rot, alle Kompressoren an und Gas [...]
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| 12:46
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Endlich Neuigkeiten von Irritant, es ist immer gut, wenn Labels zurückkehren, noch besser, wenn sie dabei einen Amen-Break im gepäck haben. So wie Random Number, die hier wunderbar eröffnen, das “Fuck You” aus Breakcore Tagen einfach gegen melodische Drones tauschen und den Break feiern. Ansonsten mit an Bord: Herr Schikowski, Knifehandchop, der unvergleichliche Jonatan Svärd [...]
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| 12:45
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Sugar Minott mit seiner Version des Real Rock Rhythms. Sparsam, flirrend orgelig funky und einfach perfekt irritierend. Horace Andy hat dann ein bisschen mehr offensichtlichen Drive, ist aber im Prinzip auch ziemlich verhalten und dabei selbstverständlich verführerisch hypnotisierend. Was soll man über solche Klassiker noch groß reden. Unbedingt besorgen wenn das Original nicht im Schrank [...]
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| 12:44
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Wir kennen diesen Menschen bereits von 2 7″s mit ähnlich kryptischer Aura und einfach einer URL als Titel. www.jz-arkh.co.uk hieß das damals und ich bin mir sicher, dass diese vier Tracks hier aus demselben Zimmer kommen. Wunderbar sanft verhuschte kleine Perlen, die sehr ambient eine Welt suchen, in denen Technologie genauso wichtig ist wie Himbeereis [...]
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26.07.2002 | 21:41
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Dialogue trompeten sich erst mal selber ein Intro, bevor sich in den Basswelten ihres clickernden Kleinstteilbrazilhouse Tracks “Sugar Hat” eintauchen, um mit unnachahmlicher Lässigkeit die Filter aufzudrehen, als gelte es die Euphorie so kontrolliert und langsam fluten zu lassen wie möglich. Tom Clark geht mit “Reflexion” klonkig percussiv in die vollen und lässt seinen [...]
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| 18:27
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Hm. V.A. Compilation vom Berliner Label fürs Grobe mit Holgi Star, Schulenburg, Babor vs. Audiotechture, DJ Gangsta (!!!! Yes), Circuit Breaker und Torsten Kanzler & Nahatma. Und wieder ein ziemlich spaßig gelungenes Raveei für alle, die es dezent und groovy, hart und satt, wuchtig und albern zugleich lieben. Hits mit desolaten Vocals auf der einen [...]
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| 13:31
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Wie sagt man eigentlich “sparse” auf Deutsch? Das würde hier zutreffen. Seine (Tadd Mullinix, auf Ghostly International heißt er James Cotton, kommt aus Michigan) Instrumentaltracks heißen nicht nur deshalb Instrmntl, weil sie irgendwie vielleicht HipHop ohne Raps wären, sondern weil sie bewusst viel auslassen, nicht nur die Vocale/Vocals. Die Basslines braten schon mal analog technoid, [...]
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| 13:27
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Wie das Label ist auch BluRum offensichtlich eher der anderen und auch smootheren bzw. jammenden Sorte HipHop zugetan. Erwartet also keine verbale Ladung ins Gesicht, zu hören gibt es eher Lieder mit erforderlichem Mitdenkfaktor, was auch musikalisch ziemlich avanciert wirkt, Stimmgebrauch und Instrumentenverwendung sind definitiv nicht protzig oder platt. Blu Rum ist in Montreal wohnhaft, [...]
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| 13:04
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Die erste LP der Berlinerin Pyranja steht vor der Tür und vorab gibt es schonmal eine vier trackige EP. Der Titeltrack überrascht mit gesungenem Hook, nicht von ihr, und Pyranja hat sich im Vergleich zu ihrer im letzten Jahr erschienenen EP was Reimstyle angeht immens weiterentwickelt. Auch hier wird wieder die Waage zwischen reflektierten und [...]
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| 13:03
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Bezüglich des Albums “My Sound” scheinen sich so gut wie alle Schreiber einig. Dubbässe mit Druck und Freude, die unmittelbar auf den Dancefloor bzw. in die Dancehall zielen. Wien rockt endlich mal ganz undezent. “Silence” und “Un Dois Tres” sind ein Teil in diesem Statement, das mit einigen Vorurteilen bezüglich Dub und eben Wien endgültig [...]
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| 13:02
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Irgendwie ist diese Baron EP nicht wirklich überzeugend. Seine Affinität zu old schooligen Amentracks ist ja bekannt, und hier schickt er noch einmal einen weiteren soliden Track dieser Kategorie ins Rennen. Die andere Seite überrascht mit einem sehr percussionlastigen, treibenden und teilweise fast ein wenig noisigen Steppper, der bei häufigeren Hören dann vielleicht doch seine [...]
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| 13:01
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Sonic & Silver sind einfach coole Hunde. Und auf Digitals (und natürlich bei Goldie) Label veröffentlichen sie dann die Tracks, die einem das Herz aufgehen lassen, weil sie einfach alles haben, was man jenseits von Rockertum so braucht, um den Dancefloor am Grooven zu halten. Endlos. The Harder they come ist eines dieser dubbigen Monster, [...]
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| 12:59
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Ein Bau irgendwo im Nichts, unter dem Moos atmet der Himmel, “Some Time a Girl loves a Boy„ im unterirdischen Labyrinth von Hanayo. Sie wurde bereits mit Björk verglichen – der Vergleich hinkt, hier wird anders gebaut, wie bei “Give u the Star„ auch mal mit Acid-Monumenten. Die bizarre Stimmung von “Gift„ verzaubert, eine andere [...]
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| 12:58
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Mehr Pom Pom. Was ist das? Bootleg, Technofundamentalismus, Tooluntreue und die gesund robuste Paranoia-Gerechtigkeit in einem. A-Seite auch hier wieder ein souliger Vocaltrack für Menschen, die es leid sind mit Suicide immer nur Retro zu verbinden, und sich gerne die Hirnhaut mit Bassdrumtechnowumms kühlen, sowie zwei Stücken auf der Rückseite, die fast schon smooth sind [...]
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| 12:56
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Auf der A-Seite ein Remix von Dano, der zu Beginn ein wenig Goa-Attitude vermittelt, weil die Percussion und Soundeffekte so leicht ins Darke driften, und auch wenn es schwer harmonisch wird, immer etwas zu kleisterig mit den Flächen nudelt. Die Morgan Page Remixe auf der Rückseite sind um Längen pushiger und rocken mit ihren hintergründigen [...]
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| 12:56
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3 Mixe des smooth herzigen Sommertracks von Tim Shumaker, JT Donaldson und Rob Mello. Mellow natürlich aber mit diesen prägend kickenden Beats und Shuffles auf dem Drum Lingo Mix, der einer der noodeligst jazzigsten Tracks des Labels seit einiger Zeit ist, JT kontert mit rasantem Gangsterfunk und gut platzierten Filtern und Rob Mellow entführt uns [...]
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| 12:56
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Pom Pom sind Irre. Das hört man auf jeder ihrer Platten mehr als deutlich. Jeder Track ein Hit, und alle völligst merkwürdig zusammengeklaubt aus verschiedensten Hitideen, merkwürdiger Drogensucht, dem Sehnen nach diesem völlig unwirklichen Sound der plötzlich aus der hintersten Ecke des Clubs auftaucht und so hartnäckig ist wie das Nikotin an den Wänden. Auf [...]
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| 12:55
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Hätte HipHop Zollschutzbeamte, müsste Rjd2 ganz schön oft seinen Ausweis zeigen und den Kofferraum öffnen. Dem ist aber zum Glück nicht so. Zwischen HipHop, Pop und Funk schwankend zählt dieses Album mitsamt der bereits erschienen Maxi “June” mit MC Copywrite und vielen anderen lustigen Liedern zu den frischeren Veröffentlichungen dieser Zeit, hätte man in der [...]
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| 12:55
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Eine recht bunte Zusammenstellung aus dem Hause Swayzak mit einer Menge 80er-Background von Electro mit Ambient- oder Dubsprengseln und Klickerdata bis hin zu 80er-Synthiepop. Insgesamt recht gut durchhörbar mit Acts wie Codebase, Thomas Villhauer, Init, Random Factor und Konrad Black. Einige der Tracks kann man jedoch wohl nur als Spätgeborener goutieren, zu tief sitzen bei [...]
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| 12:54
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Mag das. Vom blöden Godzilla Intro, über die stumpfsinnige Bollerästhetik der Bassdrum, die grollenden Basslines aus dem komplettem drüber, das Plinkern dazu, die Chicagonuancen ab und an, das gute Haushalten mit Snarewirbeln, Triolen und Hitsounds, die schrubbernd loopige Jazznuance, die sequentielle Tracks dieser Art manchmal haben und vermutlich mag ich einfach diese Automechanikertechnoattitude, die eine [...]
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| 12:54
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Def Jux die Zweite. Das Output ist groß, das Anliegen, sich zu Abläufen außerhalb der Rap-Welt zu äußern ebenso. Entgegen mancher Fehlannahme, HipHop und Rap seien bloß rein “gefühlte” oder auf Streit angelegte dumpfbackige Spaßjugendkultur, wird hier nochmal die politische Komponente des Ganzen betont. Der Bostoner Mr.Lif rappt insbesondere über Amerika und die im rücksichtslosen [...]
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| 12:53
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Die coolsten Tracks von Robert Hood neben dem Stück auf dem Telegraph Sampler sind lustiger Weise bei Peacefrog gelandet. Wie kommt das? Plinkerndes Wasserplocken von Sequenzen, zerrissene Alarmstrings, relentless Grooves und so smooth und dahinträufelnd fein geschnitten, dass man sich sofort in dem leicht latinartigen Gewebe aus Melodien aufhängt und gehen lässt, bis alles an [...]
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| 12:53
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Das Problem ist, an dem Track kann man eigentlich nichts mehr besser machen, weshalb auch diese beiden 2Stepvocalbasslinewobblemixe von Zed Bias und Studio Gangsters nix bringen. Besser schon der Mystery Mix, der zumindest viel mit Filtern arbeitet und außergewöhnlichere Sounds zulässt, die Bassline richtig übel losstakkern lässt und weitestgehend auf das Vocal verzichtet und Broken [...]
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| 12:52
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Yo! Ibrahim Alfa Platten kann man entweder übersehen, weil man so ein dämlicher idiotischer MInimalspiesser ist, oder man feiert sie. Wir bevorzugen letzteres und werfen und mit diesen 6 neuen Tracks mitten ins Getümmel aus immer flinker nach allen Seiten austretenden Beats, grob herumrasend aneckenden Sequenzen, verteufelt heimtückischen Shuffles und dem gelegentlichen Anfall von Futter [...]
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| 12:52
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Ah, ein Hit, diese Kölner lassen einem aber auch wirklich keine Ruhe. Mit minimaler Breite rockt der Track ganz gelassen vor sich hin, breitet den Staub zerbrochener Gläser auf dem Dancefloor aus für extra Glam, wedelt sich in smooth überraschende Harmoniewechsel und endet irgendwie als Deephouse-Hit zu dem sogar Daniel Wang sein T-Shirt in die [...]