Mogwai – Happy Songs For Happy People (Pias)
Über solche Platten könnte man ganze Romane schreiben. Mogwai sind wieder da und viel besser als auf ihrem letzten Album. Es passt einfach alles viel besser. Soviel ist sicher: Die klassiche (fast) Instrumentalband stirbt nie. Und wie Mogwai Ruhe und Breitwand friedlich nebeneinander existieren lassen, immer mehr Elektronik und prozessierten Krach miteinander verweben, dann plötzlich [...]
Merzbow – Timehunter (Ant-Zen / 146)
Dicker Release. Gleich vier neue 3″CD’s kommen in edlem oder auch nerdigem Lederetui und führen das fort, was neulich mit ‘Merzbeat’ begonnen wurde: den zersetzten, zerschleuderten und knallrockenden Drecksloop. Was da neben den Rhythmen passiert oder was sich durch sie fräst, ist der köstlichste und einzigartige Merzbowknüppel, der in brachialer Schönheit locker alles in sich [...]
Detroit In Effect – The Men You`ll Never See (Clone)
Detroit Electro der deepesten Art. Jammend mit ihrem analogen Equipment, straight und ständig bereit dennoch die Galaxie zu erobern gibt es hier 6 neue Tracks aus dem Untergrund der sich beständig seit Kraftwerk zu halten scheint. Mal dark, dann wieder schwärmerisch aber immer solide.bleed
Room 106 (Cirque)
Cirque ist wenn mich nicht alles täuscht das Label von Yoshihiro Hanno, der diese EP auch kompiliert hat und dafür vor allem auf seine französischen, finnischen und japanischen Freunde zurückgreift, was wir gut verstehen können, denn wer kann eigentlich ernsthaft für eine Compilation, die sich irgendwie an der Grenze von Klanginstallation, also Musik als Raum [...]
V/A – Sandwaves Sector One (Electronic Desert / EDCDR01)
Feine Compilation mit all denen, die in Stockholm bei Electronic Desert gespielt haben, also z.B. Ola Bergann, Bauri, Mikael Stavöstrand, Stendec, Posthuman oder Benge und Smyglyssna. Prinzipiell schon eher klickerig, reiht sich hier ein großer Track an den nächsten. Peter Benisch gibt sich sehr schwelgerisch, Ola Bergmann euphorisch steppend, Smyggy zeigt allen, wo der Disco-Hop-Hammer [...]
Mondo Fumatore – Mondo Fumatore (Rewika Records)
Das sitzt. Das geht nach vorn. Die Welt ist wieder in Ordnung. Musikalisch zumindest. Denn was Mondo Fumatore aus Berlin, mittlerweile (nur noch) als Duo unterwegs, da mit ihrem gleichnamigen dritten Album präsentieren, läßt sich nur schwer in Worte fassen. “Killer-Applikationen galore” titelt ihr Label Rewika. Ja. Von den Ohren ins Hirn in die Füße. [...]
A1 People – The Reason EP (Hydrogen Dukebox)
Früher war alles besser. Höhö. Nein mal im ernst, der Versuch von A1 People jetzt recht authentischen Retro-Synthiepop zu machen ist nicht wirklich so aufregend. Bollernd und mit sehr euphorisch hochgezüchteten Synthsounds fällt das Ganze flach ins Loch der viel zu vielen Erinnerungen. Wer keine hat wird das wohl irgendwie als moderne Popmusik hören müssen. [...]
Sylvain Chauveau
– Un autre Décembre (Fat Cat 13-02)
Weniger ist mehr. Diese simple Wahrheit führt einem das Erscheinungsbild von Google tagtäglich vor Augen und ein ähnlich reduziertes Erscheinungsbild pflegen die Pianotracks des Franzosen Sylvain Chaupeau. Vielleicht liegt es daran, dass er keine Noten lesen kann und sich dem Instrument daher autodidaktisch und auf tastende Art annähert. Oft sind es einfach nur sich wiederholende [...]
µ-Ziq – Bilious Paths (Planet Mu/ZIQ070CD)
The Return of Mike Paradinas. Und wie! Mit diesem Album beschreitet µ-Ziq tatsächlich neue Pfade. Hard CutUp Breaks pur. Aber vielfältig wie nie zuvor. Der Opener “Johnny Mastricht” schwingt und trudelt irgendwo zwischen 2Step Hardcore Garage Rave und µ-Ziquesken melodic sensibilities, etwas das “Meinheld” mit seinen messerscharfen Breaks sofort wieder zerreißt, sich aber immer wieder [...]
Lali Puna – Left Handed (12″) (Morr Music / 037)
Ein Vorgeschmack auf das neue Album? Wenn ja, dann darf man jetzt schon mehr als gespannt sein, denn es regnet Gitarren. Zu verdanken hat man dies Contriva-Gitarrist Max Punktezahl. Ok, zugegeben, “Left Handed” beginnt mit Tönen, die man von “Scary World Theory” noch im Ohr hat, und die ersten Gitarrenakkorde erinnern einen schon sehr an [...]




