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29.02.2004 | 22:21
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Vier große Tracks von einem neuen Projekt, wir mutmaßen, hier hat Manchester seine Finger im Spiel. Detroit liegt zwar nicht in Didsbury, aber ein Blick auf den Kanal macht meistens alles klar. Sehr klassische, weiche Tracks, die weniger auf Geschwindigkeit als auf Sound setzen, die Streicher ordentlich warm einpacken und dann alles den Maschinen überlässt. [...]
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| 22:20
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Zwei sehr lange, deepe, endlich wieder gejammte Tracks von Herrn Zettler, den wir noch von seinen mysteriösen 7″s von vor ein paar Jahren kennen, der hier auch gleich sein Label relauncht. Zettler liebt Berlin und seinen Dub, ganz klar, aber mindestens ebenso den Rave unter freiem Himmel und strampelt sich hier mit diesen sehr klassischen [...]
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| 22:20
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Granny’ Ark ist Michelle Irving aus Kanada, die hier das Zora Lanson Label eröffnet, herzlich willkommen, auch von dieser Seite. War ja nur eine Frage der Zeit, bis aus Zora mal ein Label wird, Berliner wissen das. “Gaching” bricht gleich mit allen Regeln des Dubklicks, schubbert wie Sandpapier im 14. Stock und eröffnet ein strudeliges [...]
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| 22:20
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Nach Flotel (jetzt auf Arable) kommt Vessel in der zweiten Staffel der 7″-Reihe auf Expanding. Vessel macht eigentlich Effekte für Filme wie “Harry Potter” oder “Mission Impossible” und “Fold” klingt wie ein gigantisches Türzuschlagen, ein kleines Zeichen dafür, dass es auch noch andere wichtige Dinge gibt. Ein schüchternes Liebeslied eben. Manchmal können Dinge so einfach [...]
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| 22:19
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Immer diese Kanadier. RIch Oddie zum Beispiel. der mag die Globalisierung nicht und macht gleich ein ganzes Album darüber. Unverkennbar kommt er eher vom Industrial, experimentiert aber mittlerweile in alle Richtungen, was dem Album sehr gut tut. Tracks wie “Remote Control” mischen auf faszinierende Weise Sounds und Elemente, wie man sie vielleicht von den alten [...]
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| 22:16
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Zu Keith Jarretts “Köln Concert” habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Mit gutem Grund, das Tape mit Keiths Klavier drauf war schuld daran, dass ich vor Jahren morgens um sechs einen Unfall baute. Millisekunde, Lichtjahr… alles war da, leider auch krasse Physik, die den Zustand des Eingelulltseins auf einen Schlag beendete. Max Richters “Blue Notebooks” bergen [...]
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| 22:16
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Orgelmusik und klassisch anmutende Kompositionen mit Geigen, Celli und Klavier zusammen mit digitalen Beats, Spoken Words und Field Recordins, das alles im Rechner bearbeitet – geht das gut? Bei Max Richter geht das richtig gut. Unheimlich stimmungsvoll sind seine “Blue Notebooks”. “Downbeat” könnte man sagen, wenn der Begriff in diesem Zusammenhang nicht irgendwie daneben klingen [...]
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28.02.2004 | 00:14
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Dictaphone bleiben meine Lieblings Slow-Motion-Rocker. Vier wunderbare Tracks, die sich wieder ganz langsam vortasten, manchmal fast zerbrechlich wirken und einen Haufen innerer Bilder antriggern. Das Saxophon nimmt einen an der Hand und führt einen durch diesen introvertieren Soundtrack, in dem für mich alle auftauchenden Menschen Zigaretten im Mundwinkel hängen haben, wie aus einem Godard-Film entsprungen. [...]
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| 00:13
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Greg Davis verfolgt auf seinem zweiten Album für Carpark konsequent seine Idee von Gitarren und wie die sich so im Rechner verhalten. Dabei kippt auf “Curling Pond Woods” das Verhältnis total um, will sagen: Diese LP ist eigenlich komplett Folk, der Rechner scheint nur noch als Aufnahmemedium zu fungieren. Wundervolle Songs, die trotz ihrer Sparsamkeit [...]
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26.02.2004 | 15:33
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Klar, das ist erst mal so eine Art Elektroclash-Rock’n’roll-Nummer mit trällernden Vocals der Russin Oliviera Stamirova, und auch die Funkpassagen mit zerrigen Synthesizern kommen nicht so ganz aus dem Popflavour raus, das ja nicht so unsere Baustelle ist. Dafür aber direkt danch ein Joakim Remix, der mit deepen Housegrooves loslegt und die Vocals irgendwie in [...]
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| 15:32
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Wer beim Jazzanova-Album so tief hinein gelauscht hat, wie es notwendig ist, dem dürfte bei No Use die Stimme von Clara Hill nicht entgangen sein. Auch bei Georg Levins (I Got) “Somebody New” streichelte sie bereits unsere Flimmerhärchen. Nun kommt sie mit ihrem Albumdebüt und bringt bei der Gelegenheit gleich zwei der Jazzanovas, auch als [...]
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| 15:32
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Langsam ist mir der Mund ganz fusselig von den ständigen Lobhudeleien auf Arthur Russell. Als Musiker hinter Dinosaur L, Loose Joints und unzähligen weiteren Aliasen und Mitbegründer des Sleeping-Bag-Labels hat er beträchtlichen Anteil an der Entmottung von Disco und den Anfängen des New Yorker Garage-House in den 80ern. Als Avantgarde-Cellist und 707-Maniac hält er sich [...]
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| 15:31
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Ihr wisst ja, dass Emoticon immer verdammt schöne und smoothe Detroit-Platten macht, aber diese hier setzt dem Ganzen noch mal eins drauf, die ist so friedlich, dass man gar nicht mehr aufhören möchte, die zuhause vor sich hindrehen zu lassen. Obwohl es irgendwie so klingt, als wäre Marco Bernardi aus Italien, ist er einer dieser [...]
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| 15:30
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Diese Platte ist einfach zu schön. Ich weiss nicht, Otomi haben ja schon auf ihrer ersten EP für Emoticon gezeigt wie deep sie sein können, aber “Pakt” ist einfach ein Track der so perfekt, so einfach, so glücklich, so unter die Haut geht, dass man das auch in einigen Jahren immer wieder rausholen wird um [...]
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| 15:30
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Ein Endorphins-Album erscheint auf dem umtriebigen ETR Label, mit acht Tracks voller schmutzig analoger Acidhymnen ohne Acid zu sein, am Rand zu klingelnden Electronika-Tracks, die gerne die ein oder andere 808 zuviel durch den Raum schluffen lassen. (naja, ist ja nur einer Endorphins). Stellenweise etwas blass, weil der Sound oft so weit im Hintergrund zu [...]
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| 15:25
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Was für ein skurriler Track, der diese Platte einläutet, “Klostergarten” heißt er nämlich und ist von Adam Kroll und verbindet auf blendendste Weise, wofür Traum eigentlich stehen könnte, strange Klangwelten, warmen Clubsound, Ausnahmeerscheinungen, Elektronikamelancholie aber ungebrochene Freude am Groove. Process’ “Boll” bewegt sich mal wieder mehr in die harmonische Weite, ohne dabei allerdings dieses pumpend [...]
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| 15:24
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Yo, ein echtes Sägezahnmonster dieser Titeltrack, dunkel, aber beherrscht und mit langsam brodelnder Stimmung, die verdammt schnell überkocht und alles in einen Wirbelsturm versetzt. Misc haben es definitiv gelernt mit rockigerem Sound zu arbeiten und stellen das auf allen vier Tracks so böse und grummelig aber trotzdem mit Funk unter Beweis. “The Magic Number” verzaubert [...]
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| 15:24
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Ouch. Luciano weiß schon, warum er diesen Track “Stone Age” nennt. Der ist auf eine Weise Acid, dass einem wirklich sofort ziemlich urtümliche Bilder einfallen. Es ist eben ein Monster. Linear und verzwirbelt in den Effekten, wie man es von Ricardo auch kennt, aber mit einem Leitmotiv aus Rauschen, das so durchgejammt wird, dass am [...]
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| 15:23
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Irgendwie bin ich bei neuen Jeff Bennett Platten immer gespannt, wohin er sich jetzt nun gerade entwickelt hat, letztendlich bleibt sein Sound sich aber dennoch immer treu. Dubbig und schwebend mit auf “Regrets” sehr perkussivem Zusammenspiel von Synthesizern und Conga-artigen Sounds, brummig euphorischer Bassline und etwas esoterisch angehauchten Vocals im Hintergrund, die, wenn sie verebben, [...]
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| 15:21
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Tja, wenn es im Himmel so aussieht, wie dieser Track klingt, dann wollen wir da auch hin – wäre ja dann auch eher so das Ostgut. Ein Liebeslied mit trocken konzentrierten, percussiven Grooves. Und die Story, die im Sprechgesangbreak kommt, ist so albern und lakonisch, dass man einfach zu lachen beginnt, noch bevor der Sound [...]
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| 15:21
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Framework geht neue Wege, definitiv, und, sieht man sich das Vinyl an, dann weiß man auch, wem das gewidmet ist, denn da ist eingeritzt: To The Funk Empire. Hey, wem sonst sollte man seine Seele schenken? Den Anfang macht Blimp mit einem Sprechgesangtrack voller sneakiger Basslines und mit dem euphorischen “Funky” Vocal als treibendes Raveelement, [...]
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| 15:20
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Matthew Dear düster wie noch nie, was lustigerweise ganz gut mit dem funkigen Sounds seiner Beats und Sequenzen korrespondiert und Monobox in ein verwirrendes grummelig floatendes Kanalrattenfunkmonster verwandelt. Ultrakurt bewahrt mehr von dem minimalen Aspekt, lässt es aber dennoch trockener und dunkler rollen. Dunkle minimale Funkmusik mit viel Background.http://www.logisticrecords.combleed
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| 15:20
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Mit Sicherheit remixen die beiden gerne mal einen Robert Hood Track. Und irgendwie scheint sich Ricardo zu denken, ach, ich darf so abstrakt wie ich will, das merkt ja eh keiner. Also knubbeln sich die Effekte, als wären sie kugelförmige Ratten, die man zu Tausenden auf die Jagd nach frischen Aliens schickt. Jeder will der [...]
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| 15:19
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Um Pacou war es in letzter Zeit etwas still geworden, weshalb man sich von einer neuen EP auf Tresor ja eine Art Neuausrichtung erwartet. “Last Man Standing” ist aber eher eine Ode an die frühneunziger Technozeiten mit ihren statischen Basslines, dem schweren hämmernden Groove und der langsamen Modulation bis in die letzten Nervenenden. Aber das [...]
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| 15:04
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“Wie verwandelt man Knarz in Rock?” scheint die Aufgabe dieser EP zu sein, obwohl Knarz ja eh schon Rock ist, aber wie kann man den Rock in Knarz noch optimieren, ohne dabei von der elektronischen Seite runterzufallen? Das machen Clos-O-Mat auf der A-Seite perfekt. Dark, aber nicht bedrückend, Basslines wie Gewitter, minimales Soundgewand, das dennoch [...]