The Rip Off Artist – New Clear Days (Inflatabl / 05)
Wir gratulieren dem Rip Off Artist zunächst zu seiner mittlerweile 10. LP und zum besten Presseinfo aller Zeiten. “Confused About Atomic Energy? So is The Rip Off Artist.” Genau. Die Tracks sind dann alles andere als verwirrend, sondern im Gegenteil schwer kickende Shorties, die ihre Magisterarbeit offenbar über die Zerstörung des Grooves bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung [...]
Murcof – Utopía Remixes (The Leaf Label / 40)
Murcof, jajajajaja, das passt eigentlich immer. Sutekh remixt “Memoria”, lässt das dunkle Piano leicht im Hintergrund verschwimmen, versprüht ein bisschen Funk und pumpt die letzten mexikanischen Wasser-Reservoirs gnadenlos leer. Gut, dass Murcof gerade nach Spanien gezogen ist. Auf der B-Seite kommt “Utopía” im Remix von Fax, ein Buddy aus Tijuana, der die Murcof-typischen Sounds noch [...]
Brian Aneurysm – Succubus (Sub Static / 039)
So tiefergelegt wie die Vocals auf dem Titeltrack dieser 4 Track EP sind, kann man eigentlich kaum noch entscheiden, ob es “Suck You Bus” heißen soll oder eben Succubus. Knarzig und überhitzt wälzt sich das Stück aus, wie ein Strom von Teer über eine festgetrampelten Landstrasse und friert einem die Magengrube weg vor lauter Understatement [...]
Dominik Eulberg feat. Wolfgang Thums – Mabuse (Ware Records / 044)
Sehr strange Platte, die mit einem ambient darken Intro beginnt und dann in verknarzt düstere Stimmung übergleitet, in der man die Gullideckel dampfen sehen kann, bis sich langsam die Karawane von Polizeiautos mit gedämpften Sirenen den Boulevard hinunterschiebt und den Track tief ins Ohr brennt. “They Say” hat einen ähnlich dunklen Sound, ist aber direkter [...]
Warenkorb 5 (Ware Records / CD13)
Ware geht einen sehr eigenen Weg zur Zeit, nicht nur mit den 12″ Releases, sondern auch mit ihrer neuen Compilation, die nicht nur eigene Tracks releast, sondern auch eine Menge neue Acts aus dem Umfeld versammelt und damit einen Flow schafft, der weit über eine Labelcompilation hinausgeht. Stark und böse beginnend mit “It’s a strange [...]
Ivan Smagghe – Bugged Out! presents: Suck my Deck (React CD / 248)
Die “Bugged Out!””-Reihe scheint die geladenen DJs/Produzenten zu Überraschungswinkelzügen zu animieren. Felix Da Housecat hat hier das letzte Mal über seinen Neo-80s-Erfolgsrezept-Tellerrand rübergeguckt. Und auch Black Strobes Ivan Samgghe lässt sich nicht dabei lumpen, sich so unpoppig wie nie zu präsentieren. Darke Scheiße. Der Pinup-tauglichste Fünf-Tage-Bart, der mir je untergekommen ist, zeigt sich auf dieser [...]
The Loft Club – Vol. 2 (Sinnamon Records / 54)
Auch Barcelona hat seinen supergeschmackssicheren After-Electroclash-Schuppen. Im The Loft wird mit den neuesten Tunes der Poprocky-Techno-Schule von Superpitcher über Smash TV, Swayzak, Agoria, Detroit Grand Pubahs, Tiefschwarz, Kiki & Silversurfer bis Basteroid der ganze geil-kühle Zickzack-Vibe von Bowie in der Berlin- und Station-to-Station-Phase zelebriert, dass es eine anti-balearische Freude ist. Eigentlich könnte diese Mix-CD ein [...]
Chicago Boogie – Paradisco 3000 presents (Eskimo Recordings)
Eine der besten Klassiker Rereleases des Jahres mit Tracks von Virgo, Adonis, Fingers aber auch Liquid Liquid und diversen unbekannteren Leuten von frühen Discolabeln und Chicagohouse-Legenden. Brillant vor allem, weil es eine Menge an Tracks wieder ans Licht bringt, die bestens zwischen die Neodisco und Oldschoolrevival Szenerie passen, die den Dancefloor ja eh beherrschen, und [...]
Detroit Grand Pubahs – Galactic Ass Creatures from Uranus (Pokerflat)
Black Fu phantasiert sich und seine multiplen Booty-fixierten Persönlichkeiten durch ein Kaleidoskop musikalischer Begegnungen der dritten Art. Immer mit leicht debilem Grinsen einen anzüglichen Witz auf der Zunge, jagen einen die Galactic Ass Creatures form Uranus durch sechzehn Tracks voll hochprozentigem X-rated Funk. Erklingen bei der Landung noch schönste Mad Mike Strings und Fanfaren, geht [...]
Kid Alex – My Way (Universal)
Auf dem Label stehen soviele Logos, dass ich echt nicht schwören kann, dass das ein Universal Release ist. Kid Alex jedenfalls, den wir bei Topless noch ganz Eintagsfliegenmäßig nett finden konnten, erweist sich hier als dumpfe Clashrockmutter. Mehr fällt einem dazu nicht ein. bleed




