Fluxion – D-Teck (Vibrant Music / 07)
Fluxion kommt zurück und somit auch sein eigenes Label, ab jetzt unter der Schirmherschafft von Third Ear in London/Tokyo. Fluxion mochte ich irgendwie immer am liebsten von der zweiten Welle der Chain-Reaction-Künstler, weil er die Sache so unheimlich ernst genommen hat. Lange ist das her, mittlerweile klingt Kostas schon anders, straighter, cuttiger. So wie auf [...]
Tilia – Vous Revez / Vous Ne Revez Pas (Crónica / 15)
Tilia ist Alexander Peterhaensel hat diese Stücke eigentlich als eine Art Multikanal-Installation komponiert. Das mag einige abschrecken, gehört aber mit zum Schönsten, was man zur Zeit so finden kann. Wundervolle Piano-Melodien, die, mal rhythmische gerastert, mal völlig frei schwebend mit ambientem Hintergrund, weichem Bass von Christian Schwenkmeier und zirpenden Rhythmen um die Wette glitzern. Kann [...]
L’Altra – Different Days (Hefty)
Die erste gute Nachricht ist, dass Hefty wieder zurück ist. Die zweite, dass das Label mit L’Altras Album gleich so einen Killer releast, dass der ganze Hype wohl wieder losgehen wird. Lindsay Anderson und Joseph Costa holen sich für ihr neues Album Joshua Eustis von Telefon Tel Aviv ins Boot, engagieren Marc Heller von Pulseprogramming [...]
My Jazzy Child – I Insist (Clapping Music / 06)
Schwierig ein Album zu besprechen, das den Wegschieß-Track des Monats beinhaltet. Bei “The Actress” stoße ich an meine Grenzen, ein schöneres Lied fällt mir einfach nicht ein. Aber auch sonst hat My Jazzy Child es raus, sein roughes Songwriting so hinzubiegen, dass man immer weiter zuhören will. Zwischen klassischen Songs, eingenwilligen Kollagen und tieftraurigen Momenten, [...]
V/A – Rump Comp Volume One (Rump Recordings / 02)
Sympathisch-private Rundreise durch die dänische Musiklandschaft, in der mittlerweile auch neben dem mächtigen Dreigestirn Opiate-Dub Tractor-Acoustic jede Menge passiert. Pellarin kennen wir sowieso schon, Sofus Forsberg auch, Manual ist ein alter Bekannter und auch Rumpistols Album mögen wir sehr. Ich könnte mir keinen breiteren Querschnitt durch die Elektronika unseres Nachbarn vorstellen. Aber wer zur Hölle [...]
Lusine – Serial Hodgepodge (Ghostly / 37)
Jede Woche könnte Lusine so ein Album releasen … es würde einfach nicht langweilig werden. Zu vertraut sind wir mit seinem Sound und schon längst zu abhängig. Auch wenn Jeff McIlwain auf seinem Ghostly-Album seine straightere Seite erstmals ausbaut und sofort klar wird, dass er sich mit allen anderen problemlos messen könnte, bleibt Lusine doch [...]
DNCN – K-Holes & Middle Management EP (Clevermusic 004)
clever004.jpgIm Netz kann man leicher die Entwicklung der Künstler verfolgen als auf Platte. Die ersten Tracks werden ohne Plattenboss auf einer Webpage veröffentlicht. Bei DNCN ist diese Entwicklung unglaublich! Vor knapp zwei Jahren produzierte der Engländer grundsoliden Techno. Ohne Schnörkel, einfach gerade aus. Jetzt ist er bei den aufstrebenden Clevermusikern angekommen. Um an den Türstehern [...]
Apparat – Silizium E.P. (Shitkatapult / 53)
Wer schon ewig auf die Peel Session von Apparat wartet, sollte die Silizium E.P. kaufen. Der liegen nämlich die Aufnahmen aus London zugrunde. Gemeinsam mit Raz Ohara und dem Streichquartet Complexàcord aufgenommen, hat Apparat dann aber im heimischen Studio nochmal alles anderes gemacht. Auch egal eigentlich. Wichtig ist: Apparat wird immer mehr zur Indieband, eine [...]
Confutatis – Light Refelcts Sound (Ai / 13)
Ganz klar einer der Hits des Winters, zu einzigartig verschiebt Confutatis (Brian Pucher) im Centre-Track “Obsession” klickernde Reduktion mit tief unten schiebender Darkness und einer alles überrollenden Euphorie in Moll. Irgendwie ein Liebeslied, nicht nur wegen der Vocals eines sterbenden Roboters. Perfekter Tune. Und sonst? Zwei darke Shuffle-Monster, wobei “Victimize” die geographische Nähe Kölns zu [...]
Macrofun Vol. 1 (Microcosm Music/1005)
Microcosm macht eine 10“ Serie: Macrofun. Vol. 1 ist von Tundra und Captain Campion. Tundra machen mit „Deep Sleep“ auf rotzige träge Synths und schleppende Beats, angenehm locker und ohne die konventionelle „in your face“ Drum & Bass Attitude. Die flipside von Captain Campion wühlt sich ersteinmal in Pads und Flächen, um dann mit slowmotion [...]




