Apendix Shuffle – Saw Saw Soup (Orac / 012)
Apendix Shuffle, Orac sowieso, ist immer etwas, das einen vom ersten Sound an in eine andere Welt blasted. Hier entwickelt der ansonsten gerne auch mal verschrobenere Held des digitalen Shuffles eine dunkle Variante von straightem aber trotzdem zerfasertem Funk auf drei unerwartet tanzbaren Tracks, die trotzdem den Dancefloor nie in Ruhe dahingleiten lassen, sondern immer [...]
Marlow Feat. Delhia – Quiet (Moon Harbour / 017)
Die Stimme von Delhia passt perfekt zu den Grooves von Marlow, der sich hier dann auch gleich etwas dunkler und pushender geben kann als sonst, denn die gut zusammengestückelten Vocals hinterlassen eben genau diese süssliche aber dennoch immer deeper werdende Stimmung schon von sich aus in dem Track. Ein Klassiker von der ersten Sekunde an. [...]
Dissolved – Incendiary Eye Season EP (BinkCrsh 20)
bnkc20_k.jpgThe Roof is on fire! Das Kirchendach in diesem Falle. Der BinkCrsher Dissolved hat seine sakrale Ader entdeckt. Glockengeläut und tiefe Organ-Wellen bestimmen die Grundstimmung des 20 Release. Unter dieser teilweise sehr dichten, massiven Decke verschwinden die LoFi Beats fast ein bischen. Mehr als Hintergrundathmosphäre plockern die kleinen Schläge aus dem SID-Chip. Schräges 80er Jahre [...]
Jacek Sienkiewicz – Six Feet Above (Recognition Recordings / 011)
Eigentlich wird er mit jeder Platte schon seit so langer Zeit immer besser, dass man sich gar nicht wundern sollte, wenn die neue Sienkiewicz einfach ein verdammt eigenwillig extremes Monster zwischen stochernden Beats und verwirrenden Harmonien und Melodien ist, voller eigentümlicher Effekte und Ideen, die immer mal wieder mitten im Track zu völlig neuen Sequenzen [...]
V/A – Intricate Maximals (Audiobulb Records)
Jajaja, ich bin schon Fan, wenn ich irgendwo Autistici auf einer Compilation sehe. Nicht dass ich den Rest der Acts kennen würde, oder mehr als nur so mal gehört. Das Label aus Sheffield schafft es, eine der vielseitigsten digitalen Comilations seit einiger Zeit zu machen auf der Glitch nicht Breakcore heißt, Elektronika nicht Schaumschlägerei und [...]
Karsten Pflum – Flugten Fra Ar 2000 (Jenka / 003)
Happy Drill and Bass Music sagt das Info. Aloha. Von wegen, das ist doch eher Computerreggae für Verliebte. Jedenfalls 13 Hymnen mit denen man morgens aufstehen kann, um sich selber wie ein Xylophon durch den Tag zu klingeln. Da kann Aphex einpacken. Da können viele aufgeben, das ist so optimistische Musik, dass man die Titel [...]
Off The Record – Robot Gang EP (Senator Records / 003)
Irgendwie ist das schon ziemlich klassischer 80er Jahre Computerfunkdiscoacid (sowas sind heutzutage schon klassische Genres, strange aber wahr) was hier auf dieser Platte den Titeltrack mimt, und ja, der Gesang ist ein wenig sehr überzogen, aber mir gefällt es trotzdem, und das in dem Genre auch als Einziges. Dennoch kann es sich je nach Publikum [...]
Lumen Lab – Comiendo Algodon En La Pista De Baile (Abolipop)
Dieses Label aus Mexico ist eine echte Überraschung, denn auf dem Album von Lumenlab wird klar, dass die digitale Welt vertrackter knarziger Beats und verdrehter Rock-Attitude mitten aus dem Chip eine neue Superband hat, und die heisst eben Lumenlab. Massiv und frech knödeln sie sich durch die Effekte und brabbelnden Basslines als würden sie morgens [...]
V.A. – Transformationes (Abolipop)
Auf dieser Compilation des neuen mexikanischen Labels wird klar, dass wir aus diesem Land noch so einiges an verrückten digitalen Sounds erwarten können. Gerne auch mit Vocals, am Rand von Elektronika, quer durch HipHop, extrem vergeistiges Sounddesign oder auch einfach swingende ultradeepe House-Tracks. Anhören, Namen merken und auf mehr davon hoffen. http://www.abolipop.combleed
Roots Manuva – Awfully Deep (Big Dada / Banana Klan)
“Kolossale Einsicht” nennt sich die erste Maxi zu diesem wundervollen neuen Roots-Manuva-Album. Nicht etwa, weil Mr. Manuva die Wahrheit mit den Pilzen gegessen hat, sondern weil es ihm um sehr viel mehr als Klischees und Beats und Raps geht. Von denen hört man dann auch recht wenige, sondern mehr Gesang und reflektiertes Gerede auf so [...]




