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28.09.2006 | 19:38
 
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Junior Boys – So this is goodbye (Domino)

Die größten Momente im Pop sind die, bei denen im grellen Rampenlicht die größte Zartheit ausgestellt wird. Das ist schmierig und ergreifend gleichermaßen – wie bei Bryan Ferry in seiner ”Jealous Guy“-Version. Eine Band wie Hot Chip will dahin, baut sich aber aus Angst vor der Schmierigkeit einen Verschrobenheits-Panzer. Die Junior Boys wollen auch dahin. [...]

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| 19:37
 
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Forest Jackson – Cymbalism (Mosz)

Tiefe Bassläufe, archaische Bleeps, getragene Streicher, wandernde Stereo-Delays und raumgreifende Field Recordings. So klingt “Cymbalism”, das Debut von Forest Jackson, einem Projekt um Hanno Leichtmann alias Static. Forest Jackson entrümpeln die mittlerweile gut gefüllte Dub-Kiste. Schieben die monolithische Größe der Basic Channel Tracks beiseite, entzaubern Lee Perrys Black Arch Mischpult von seinem verstiegenen Mystizismus und [...]

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| 19:35
 
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Hanno Leichtmann – Nuit Du Plomb (Karaoke Kalk / 037)

Leichtmann wird eigentlich von Platte zu Platte, und er macht unter verschiedensten Namen einige davon, besser und besser. Die Art wie er Melodien angeht, die einen sofort berühren ist einfach unglaublich. Scheinbar lapidar heißt das erste Stück “Anfang” und so wirkt es auch, wie ein Anfang, und das muss natürlich, gebührend gefeiert werden und bis [...]

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| 19:33
 
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Mountaineer – Where The Air Is Bright They Shine (Type / 14)

Machen wir die Fenster auf … hier kommt Mountaineer. Das neue Album von Henning Wandhoff und seiner Band schafft die definitv leichtfüßige Brücke zwischen shuffelndem Brasil-Pop und klassischer Popmusik. Die Songs umweht eine einzigartige Leichtigkeit, die einfach in beherztes Mitsingen münden muss. Sonst haben wir alle keine Chance. Perfekte zehn Songs, eine perfekte Dreiviertelstunde Flucht [...]

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26.09.2006 | 12:06
 
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D. Diggler – EM.Pulse (Resopal Red)

Nach Digglers letzter EP mit dem so passenden Namen “Minimales” bringt der Hanauer mit EM.Pulse gleich noch mal vier bleepig rollende Tracks raus, die sehr stimmungsbeeinflusst eindeutig nach Afterhour klingen. Besonders “Zed is Dead”, der mit einer stark hüpfenden Bassline daherbounct und sich mit jedem neuen Bleep und Effekt zu steigern scheint, um dann, ganz [...]

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| 12:05
 
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John Spring – Superman Days (Sub Static)

Mein sofortiger Liebling dieser Platte muss “Springstoff” sein. Nach vier Minuten Build-Up mit clappigem Loop und geschnittenem sowie vokodiertem Soul Vocal Sample (“Looks like that I love you”) entfaltet der bouncige Synthie erst seine volle Pracht. Pure Gänsehaut. Errinert mich ein bisschen an die Releases des Londoner U-Freq Label. Das gesamte Album kommt sowieso sehr [...]

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| 12:05
 
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Ezekiel Honig – Scattered Practices (Microcosm Music / 1017)

Sounddesign und Musikkomposition schließen sich auf einem Album nicht unweigerlich aus. Das beweist diese Platte, auf der sich die zehn Arrangements irgendwo zwischen experimentellem Sounddesign, Ambient und, ja, auch Techno bewegen. So ein Konzeptalbum eben, das wunderschön warm glühende Keyboards mit natürlich klingenden Sounds kombiniert. Hallende Herzschläge, gedämpfte Gespräche, knisternde Hintergrundgeräusche, die man nie so [...]

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| 12:05
 
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White Light Circus – Rocket Ride (DC Recordings)

Der steinige Ritt ist weniger holprig als erwartet, wenn man sich denn drauf einlässt. Und damit ist nicht gemeint, dass einem das schwer fallen würde. White Light Circus bringen hier nur einen Track raus, der mit einer Menge 70s-Groove und einem großen Kleckser psychedelischer Sounds auf einem Loop vor sich hindaddelt, der mich ein bisschen [...]

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| 12:04
 
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Kaito – Hundred Million Love Years (Kompakt)

Kompakts Lieblings-Japaner ist wieder da. Man kann sich vorstellen, wie Kaito im Land der aufgehenden Sonne voll in die Tasten seiner Synthies haut und dabei acht melodische Tracks rauskommen. Das Ganze klingt episch, weit entfernt und einfach nach Sonnenaufgang pur. Bestimmt nicht was für jeden, aber so melodisch und trancig, dass man einfach nur lächeln [...]

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| 12:04
 
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Terry Lee Brown Junior – Karambolage (Plastic City / 045-2)

Wenn man das mit Paint Shop Pro gestaltete Album-Cover, das eine Bowlingkugel mit Terrys Initialen aufzeigt, in der Hand hält, denkt man sich zunächst nichts Gutes. Terry Lee Brown Juniors zweites Album nach sechs Jahren steht aber im krassen Kontrast zum Billo-Packaging. 14 sehr fein produzierte Tech-House-Tracks, die seinen sehr weitreichenden Style dokumentieren. Mal dubbig [...]

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| 12:04
 
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Narcotic Syntax – Provocative Percussion (WIR / 005)

Narcotic Syntax sind ja von ihren Releases auf Perlon bekannt für einen etwas obskuren Sound. Die Provocative Percussion EP auf Treibstoffs Sublabel WIR ist zwar weit weg von der Vocal-lastigen letzten Single, aber das Level an Obskurität wird hier noch mal weiterentwickelt. James Dean Brown und yapacc bringen eine monothematische Tropen-EP raus, in der sie [...]

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| 12:04
 
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VA – Diamanten und Raketen (Klang Elektronik)

Das ist ja so eine Sache mit Compilations großer Labels. Die guten Maxi-Singles hat man sowieso schon, also wieso sollte man sich das Ganze noch mal auf CD – ungemixt – kaufen. Die neueste Klang-Compi “Diamanten und Raketen” beweist gegenteilig, dass man auf so einer CD neben den aktuellen Label-Hits und Klassikern auch Songs packen [...]

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| 12:03
 
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Tiefschwarz – Fabric Mix (Fabric / 057)

Nicht gerade unvorhersehbar: zum einen, dass Tiefschwarz als ewige Residents in Londons Superclub endlich ihren ersten Mix hier releasen; zum anderen die Trackauswahl. Minimal trifft auf deepere Housenummern und Electro. Das war zu erwarten. Trotzdem: Das ganze fühlt sich nicht nur richtig gut an und klingt total nach Peak Time, wie man es von den [...]

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| 12:03
 
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Richard Chartier Taylor Deupree – Specification Fifteen (Line / 27)

In der Unendlichkeit des Musikkosmos gibt es einige Sterne, die durch ihre Komplexität und Schönheit so hell leuchten, dass sie alle anderen überstrahlen und man sie gar nicht übersehen kann. Nähert man sich ihnen in der Absicht, ihre Struktur, ihr Wesen und ihre Beschaffenheit genauer zu ergründen, wird man früher oder später von ihnen so [...]

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| 12:03
 
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Alva Noto – For (Line / 26)

Wer denkt, bei Carsten Nicolais momentan großem Output bestünde Gefahr der qualitativen Vernachlässigung, der irrt. “For” ist eine abwechslungsreiche, musikalische Verbeugung vor neun verschiedenen Künstlern wie z.B. Elfriede Jelinek, Jhonn Balance, John Cage oder Katsuhika Hokusai, und ist genau durch diese Vielzahl an Widmungen nicht nur eine großartige Werkschau des Künstlers Carsten Nicolai selbst, sondern [...]

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| 12:03
 
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Audiojack – Robot (Leftroom Limited / 002)

Jetzt hat auch das britische Minimal-Label Leftroom ein Sublabel, Leftroom Limited. Der Trend zum Zweit- oder Drittlabel geht also weiter.

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| 12:02
 
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Jazztronik – The Remixes Part 2 (Especial/Mukatsuku)

Das gleiche wie bei Part 1. Wieder nur ein Bruchteil der EP zum Anhören. Dabei hätte ich gerade den 2 Banks of 4-Remix gerne gehört. Nun ja. Der zweite Teil der Remixe kommt zunächst einmal sehr gerade daher. Phil Asher lass ich mal beiseite, ist nicht meine Baustelle. Reel People bringen dann ordentlich Latineinfluss in [...]

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| 12:02
 
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Jazztronik – The Remixes Part 1 (Especial/Mukatsuku)

Schwierig, eine Doppel-12” zu beurteilen, von der man nur die Hälfte der Tracks kennt.Immerhin sprechen die Namen für sich. Isoul8, Recloose oder As One lassen Kennern ihre Ohrmuscheln ungehört senkrecht stellen. Auf der vorliegenden Promo überzeugen Osunlade als Yoruba Soul und Yukihiro Fukotomi wie gewohnt, Spinna kommt sehr techy mit seinem Working Days-Remix, bringt [...]

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| 12:02
 
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Rio Baile Funk – More Favela Booty Beats (Essay 06)

Schon mit der ersten Zusammenstellung hob Daniel Haaksman die Baile Funk- Bewegung ins Licht der westlichen Öffentlichkeit. Inzwischen ist einige Zeit ins Land gegangen, die bekanntesten Tracks ( wie „Popozuda R’n’R“) haben die Werbeindustrie erreicht, der Zeitpunkt für eine zweite Bestandsaufnahme erscheint günstig. Hier sind mehr weibliche MCs zu hören, ansonsten hat sich nicht allzu [...]

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| 12:02
 
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Auf dem Weg ins Kaufhaus erledigte ich noch einen kleinen Hauskauf – Zwei (Schinderwies)

Das kleine, feine Label Schinderwies aus Regensburg hat kürzlich erst eine kurze Labelschau namens „Roommates“ veröffentlicht. Dort überraschte der Mann hinter Kaufhaus mit dem Track „super you“, zu dem trotz aller Schrägheit das Tanzbein schwingbar war. Matthias Lehrberger war früher mal Schlagzeuger bei Plus Ganzwind, kann aber noch einiges mehr, wie er bei diesem Electronika-Projekt [...]

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| 11:58
 
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Malente – How can you still stand to stand still? (Unique)

Mit Malente ist das ja so ein Ding. Großartige Kracher hat er für den Floor produziert, manchmal aber auch deutlich zu dick aufgetragen. Rocken tut der Herr Götsch immer noch wie Sau, schön dreckig und funky kommt sein Electro-Irgendwas daher. Dieses Mal hat er neben bekanntem Richard Kim („Funk the rich“) auch Moritz Kabwai aus [...]

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25.09.2006 | 14:20
 
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Donato Wharton – Body Isolations (City Centre Offices / 035)

Auch auf seinem zweiten Album für CCO baut Wharton weiter an sich zerstreuenden Soundscapes. Die bringen aber eine neue Disziplin mit. Sie sind weniger verwischt, in den Einzelteilen anwesender, in der Gesamtwirkung aber genauso ungreifbar. Ob er vorsichtig klare Gitarren- und Pianotöne umeinander herum drechselt, bis die Zeit eingefriert, oder durch schüchternes Feedback taucht, das [...]

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| 13:27
 
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Anders Ilar – Downhill EP (Narita / 10)

Komplettkill aus Schweden. Anders Ilar ist nicht zu stoppen und schickt uns auf diesen drei neuen Tracks (+ Remix von Arctic Hospital) einmal quer durch plöckernd brüchigen Sound-Universen, die vor Ideen nur so zu zerbersten scheinen. Im Hintergrund weht immer der Wind. Davor treffen sich scharfe HiHats, Flächen und Wobbelbass auf der Brücke zum Showdown. [...]

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| 13:25
 
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Another Electronic Musician – Patience (n5MD / 140)

Es freut mich wahnsinnig, dass so etwas heute noch möglich. Ein klassisch ambientes Elektronik-Album, das man hört und nicht mehr von lassen kann. Mit viel Atmo und weichen Flächen legt Jase Rex hier ein perfektes Listening-Album vor. Oldschool rules.http://www.n5md.comthaddi

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| 13:24
 
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Andy Stott – Nervous (Modern Love / 25)

Dunkel schiebender Kleister, das ist “Nervous”. Mit Pads wie Gewitterwolken und den mittlerweile prototypischen Stott-Bass-Gestottersounds. Keine Neuerfindung der Welt, aber spielen kann man das immer. “She’s Gone Wrong” ist da schon anders. Pan Sonic sind in Manchester angekommen und Stott lässt es sich nicht nehmen, seiner eindeutigen Hommage viel Platz zu geben, bevor es untem [...]

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