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27.12.2006 | 11:57
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Und ja, stimmt ja, da war doch noch was, da gab es doch erst ein Album von John Dahlbäck diesen Monat, da konnte doch was nicht stimmen. Hug, im Gegensatz zu seinem Pickadoll Album ist viel beschaulicher. Elegisch fast. Träumerisch. Wo “Gun Show” ein Popmonument ist, ist “Heroes” gleichzeitig Kitsch und Abstraktion. Vielleicht das was [...]
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| 11:57
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Wer sein erstes Album mit einem Track beginnt der “Those Were The Days” heisst, der ist entweder ein hoffnungsloser Nostaliger, oder jemand, der genau aus dem Moment des Zurückblickens, den Anfang macht, der ihn nicht davon abhält sein Album als eine Art Kreis zu konzipieren, bei dem man immer wieder an eben diesen Anfang zurückkommt. [...]
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| 11:57
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Und jetzt? Was könnte einem dieses Label noch um die Ohren hauen, um sie wegzubrechen? Vielleicht ja diese höchst seltsame Band (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Drummachine, alles dabei) die in einem ziemlichen Stilwirrwarr zwischen melodischem Speedpunk über Liselotte Pulver, bis hin zu seriellem Freejazz und eigentümlichem Sprechgesang eigentlich alles an Trash aus den Kellern der frühen [...]
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| 11:57
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Jeff Lee aka Minisystem zeigt einem auf dem neuen Album für das Canadische Label Noise Factory einmal mehr, dass die analoge Elektronik immer noch einen Sound hat, der kaum nachzuahmen ist, aber eben nicht weil er so “anders” klingt, sondern weil er einen einfach zu anderen Ideen führt, und weil sich dadurch allein schon durch [...]
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| 11:56
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Brilliant mit dem Release dieser bislang ausschliesslich auf Vinyl erschienen Tracks von denen selbst die hartgesottensten To Rococo Rot Fans kaum alle haben dürften die Lücke zu schliessen, und einem gleichzeitig eine Retrospektive zu geben über die letzten 10 Jahre To Rococo Rot. Magische Momente und ein Hinabtauchen in eine Geschichte elektronischer Musik, die man [...]
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| 11:56
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Wenn es darum geht, alle Geschmacklosigkeiten in einen ultrafetten Partytopf zu schmeißen, bleiben Ed Banger unbesiegt. Auch DJ Mehdi will nicht einfach nur ein bisschen die Nachbarjungs mit amtlichen Beats einschüchtern, nein, gleich muss die ganze Welt im Brechstangengewitter mit LKW-Öl und Novelty-Scherzen allüberall überrannt werden. Miami Bass ist meine Schwiegermutter, verglichen mit Medhi. Alarmstufe [...]
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| 11:56
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An wavigen Powerpop-Duos in Strickpulli und Strapsen kommt man nach dem Erfolg von Vive La Fete, Karl Lagerfelds Lieblingsband, nicht vorbei, schon gar nicht als Franzose. Nach den kruden Exaltationen von Mu zeigt Tigersushi hier in der Produktion von Joakim, wie New Wave auf slick geht, wobei die hallige Stimme sicher das Klischeemäßigste ist. Sonst [...]
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| 11:56
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Wer auf digitale Hiphop-Breaks steht und dabei dennoch nicht nur eine technologisch raffinierte Variante von Clickhop oder so sucht, sondern wirklich deepen abstrakten Flow, der einen mitreisst und dabei auch noch kickt, der darf dieses Album des Briten in Paris nicht verpassen. Geniale Breaks, magische zersplitterte Soundwelten und gelegentlich auch Raps, in einem Umfeld, in [...]
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| 11:56
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Eins der schönsten Housealben des Jahres. Eigentlich sogar eins der wenigen das den Titel überhaupt verdient. Manmade Science aka Jackmate, Nik Reiff und Benjamin Lieten schaffen es vom ersten Moment an die Vergangenheit von Soul in House zu neuem Leben zu erwecken und stürzen sich so haltlos in einen Sound der seine Vergangenheit braucht um [...]
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| 11:56
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Eine Sammlung der Remixe die sich auf den vielen EPs der letzten Zeit befunden haben. Irgendwo zwischen der wirklichen Tradition klassischen Elektrosounds und einer immer etwas Italolastigen Discovariante angesiedelt sind hier Leute wie Prins Tomas und Lindstrom, Putsch 79, Tiefschwarz, Carl Craig, Legowelt, Dexter, Charles Webster am Werk und zeigen Clone von seiner Dancefloorfreudigsten Seite. [...]
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| 11:55
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Zuerst mal denkt man, ja, Max Mohr, das ist immer so aussergewöhnlich, allein schon vom erstickten dichten Sound, dass man das Album einfach von Anfang bis Ende geniessen wird. Irgendwann aber mittendrin wird man das Gefühl nicht los, dass Mohr irgendetwas so bedrückt, dass er uns unbedingt mit hineinziehen will, in die darke Welt der [...]
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| 11:55
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Eigentlich gibt es auf der neuen Doppel Mix CD nicht einen Track, den ich nicht kenne. Sven fasst die minimale Welt perfekt zusammen und lässt dabei weder ravigere Momente seines eigenen Labels aus (Adam Proll, Dominik Eulberg), noch die Minimalismen rings um die Minus Posse (Hearthrob z.B. ist der Opener) oder vertracktere melodischere Tracks wie [...]
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| 11:55
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Wie hiess dieses Genre noch mal? Clicks und irgendwas? Ungerecht. Weil es nicht um ein vergessenes Genre geht. Sondern um die Schönheit digital zersplitterter Klänge und Grooves die so weich sind wie Samt, um die Vorstellung dennoch mit elektroinscher Musik Jazz oder Blues machen zu können, ohne sich einem Genre dabei annähern zu wollen, vor [...]
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| 11:55
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Die surrealistische Musik des Schotten Pete Stollery funktioniert auch ohne akademische Grundbildung in Sachen Elektroakustik und Akusmatik. Die elektronische Bearbeitung lässt oft die Quellen der Klänge und Soundscapes erkennen, die Musik bietet einzelnen Klängen viel Platz, wirkt dadurch leicht und bleibt trotzdem durchweg spannend.asb
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| 11:55
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Welche Band sollte wohl auch sonst einen Soundtrack zu einem Film über einen der größten Fußball-Helden aller Zeiten komponieren als die Celtic-Wahnsinnigen von Mogwai? Kurz nach dem Erscheinen von Mr Beast entstand die Musik zur filmischen Zinédine Zidane-Hommage von Douglas Gordon und Philippe Parreno. Gefilmt wurde 2005 ein Heimspiel von Real Madrid, Mogwai bauen dazu [...]
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| 11:55
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Elektroniker Peter Rehberg (Pita) und Black Metal-Gitarrist Stephen O’Malley (SunnO)))) arbeiten über die Kindertotenlieder von Friedrich Rückert. Das liest sich nicht fröhlich, ist es auch kein bisschen. Die Mischung aus harschen elektronischen Sounds, Sub-Bässen und zerrigen Gitarrendrones mit fiesen Rückkopplungen und digitale Störgeräusche erzeugt besonders in großer Lautstärke gehört eine wirklich unangenehm klaustrophobische Atmosphäre. Beängstigend [...]
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| 11:54
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Pianistin Midori Hirano schreibt schöne entspannte Songs und setzt diese mit Akustik-Gitarre, Cello, Klavier, Gesang und Schlagzeug um, versetzt sie mit Effekten, Noise und Field Recordings und bearbeitet die entstandene Musik digital. Das Ergebnis hat mal etwas von Kammermusik, mal klingt sie nach Free Folk und ist stets verträumt und superentspannt.asb
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| 11:54
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Eine Bande niederländischer Musikanten vertont eine auf deutsch geschriebene David Hasselhoff-Biographie natürlich auf deutsch und ebenso natürlich mit der gegebenen Ernsthaftigkeit. Die Texte machen dementsprechend Spaß. Musikalisch sind die Stromblocque Phantasien eine großartige Mischung aus experimentierfreudiger Elektronik, analogen Oldschool-Sounds, grandiosen Chören und einer klassisch ausgebildeten Frauenstimme, die Hasselhoffs Weisheiten den letzten Schliff geben.asb
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| 11:54
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Andrea Belfi ist Trommler und mehrere Titel des Albums werden auch von seinem kraftvoll repetetiven Schlagzeugspiel beherrscht. Das ist aber nur eine Seite seiner Musik, denn seine Tracks drehen sich meist nnerhalb von fünf bis zehn Minuten mehrmals um die eigene Achse und verändern komplett langsam und fast unmerklich ihr Gesicht. Das Spektrum der verwendeten [...]
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| 11:54
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In New York entstand aus den Trümmern von Punkrock Anfang der achziger Jahre eine spannende und innovative musikalische Szene aus Post-Punk und früher elektronischer Tanzmusik, welcher das Londoner Soul Jazz Label schon seine dritte Zusammenstellung widmet. Waren auf Teil eins mit James Chance, den Bush Tetras, Glenn Branca und Material noch die Stars der Szene [...]
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| 11:54
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Drei Percussionisten (Adam Rudolph, Hamid Drake, Brahim Fribgane) samt Gastflötist (Joshua Spiegelman) bearbeiten Trommeln, Becken, Gongs, Shaker, Glocken, Xylofone, Zither, Harmonium und Daumenklavier, lassen sich von Carlos Nino alias Ammon Contact produzieren und grooven dabei wie verrückt zwischen Afrika, Jazz, Dub und Mickey Harts Planet Drum. Und das alles völlig ohne elektronische Instrumente. Dickes Ding.asb
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| 11:54
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Ein Trio von Multiinstrumentalisten mischt Jazz, Geräusch und Improv mit Country, Folk und Dronesounds und groovt dabei die ganze Zeit, dass es eine Freude ist. Die Beats werden entweder auf akustischen Percussioninstrumenten gespielt oder mit der Tablamaschine erzeugt, die Töne und Geräusche kommen aus Kontrabass, Steel Gitarre und Banjo. Die Instrumente werden entweder normal gespielt, [...]
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| 11:53
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Man ist ja von Someone Else schon einiges gewöhnt, aber so deepe, böse und dabei unwirklich ruhige Tracks habe ich von ihm noch nicht gehört. Die Sounds sind wesentlich direkter als bei seinen bisherigen Releases, mehr Stimmen und Samples aus der Umgebung, das Tempo extrem gedrosselt, und die Stimmung so, als würde man von einer [...]
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| 11:53
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Schade eigentlich, dass diese Tracks nur digital erscheinen, aber ich denke mal, mittlerweile hat sich das Auflegen mit anderen Tools als Vinyl doch längst etabliert. Wie auch immer, auf der EP sind fünf extrem geräumig herumfunkende Minimaltracks der blitzend brillianten Art, von denen jeder etwas wagt, die dafür aber immer belohnt werden. Irgendwo im [...]
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| 11:53
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Und auch Goosehound bewegt sich immer tiefer in die Gräben des eigenen Minimalsounds, der so dark und dicht eigentlich fast immer aus den Staaten kommt. Die drei Tracks (einer davon ein Remix von Barem) sind in den Samples ein klein wenig zerstückelter als Releases auf befreundeten Labels, aber mindestens ebenso schwergewichtig, als wären alle Grooves [...]