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31.01.2008 | 16:56
 
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Pomassl – Spare Parts (Raster-Noton / 088)

Die auditiven, strukturellen und konzeptuellen Grenzauslotungen auf Franz Pomassls zentralen Platten, wie dem ersten Album “Trail Error” (1996) – Material für Hartgesottene zwischen Nerve Net Noise, (Florian) Hecker und Errorsmith – sind Geschichte. Durch die Tore, die da gesprengt wurden, müssen noch viele erst durch. Pomassl dagegen ist von dieser Reise schon wieder zurück, und [...]

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| 16:55
 
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COH – Strings (Raster-Noton / 086)

Ein Konzeptalbum: Ivan Pavlov lotet Kombinationen einiger Saiteninstrumente mit Mitteln digitaler Klangbearbeitung und Komposition aus: zweimal Klavier (Instrument seiner Kindheit), zweimal Gitarre (seiner Jugend) und zweimal Saz und Oud (eingespielt von Andrej Abu Kolesov). Das lotet nicht nur (aber auch) die ganze Dynamik zwischen Obertonmikroskopie bis hin zur opaken Spurschichtenwand aus (samt seinem unvergleichlichen Basszerren), [...]

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| 12:40
 
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Frog Pocket – Come on primates show your teeth! (Planet Mu / 197)

Frog Pocket kombiniert keltische Folk-Elemente mit Elektronik, nicht zuletzt Breaks und deren Plugin-Zerbastelei. Das legt einen Vergleich mit Labelkollege Venetian Snares’ “ungarischen” Stücken nahe und der fällt folgendermaßen aus: Zum einen hat John Charles Wilson einen konkreten Folk- und Violine-Hintergrund und spielt seine Saiteninstrumente selbst ein. Und zum anderen sind die Breaknoise-attacken (die es durchaus [...]

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| 12:34
 
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Sascha Dive – EP (Drumpoet Community / DPC 011-1)

Für “DEep” hat sich Sacha Dive mit Samuel Davis einen Remixer ausgesucht, der wirklich prima mit seiner entschlackten Sichtweise von House harmoniert. Da reicht schon ein einzelner Anschlag, “Climax” von Paperclip People nicht unähnlich, ein paar zielsicher gesetzte Klangsprengsel und eine total effiziente Simpel-Bassline, und der Track rollt bereits fertig vom Band und macht alle [...]

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30.01.2008 | 11:36
 
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Current 93 – Of Ruine or Some Blazing Starre (Durtro Jnana )

Ein spiritueller Nachhall aus dem Mittelalter schwebt im Raum, Weltuntergangsstimmung macht sich breit und der eindringliche (Sprech)Gesang führt in meditative Sphären. Die Schreie, so hat man das Gefühl, erstarren zum Flüstern, düstere psychedelische Soundlandschaften erklingen, folkige Klänge machen sich breit. Dave Tibet, der britische Avant-Volk-Esotheriker, führt den Hörer mit seinen Platten in geistige Abgründe. 1983 [...]

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| 11:36
 
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DJ Hell – Ellboy (International DJ Gigolo Records)

Bereits vor zwei Jahren inoffiziell für den 50 Jahre Geburtstag des Playboys als „Hellboy” erschienen, ist sie nun offiziell als „Ellboy” erhältlich. Ellboy ist ein gefühltes Endlos-Set von 20 Italo-Disco Tracks der 80er Jahre. Ist es nun die Funktion einer Compilation, dass man einzelne Lieder kaum heraushört und sich das ganze Set wie ein einziger [...]

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| 11:35
 
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Tocotronic – Imitationen (Vertigo)

Typische tocotronische Themen werden in der zweiten Singleauskopplung „Imitationen” des Albums „Kapitulation” verarbeitet: Identitätsverlust, Liebe, Sehnsucht, Spaltung des Bewusstseins usw. Vermixt wird das Ganze von Kinky Justice aka Justus Köhncke und Pawel aka Turner. Ersteres klingt träumerisch dahinschleppend und transportiert Lotzows Gesang kühl und elegant durch die minimalen Beats. Eine rare Demo-Version für die [...]

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| 11:35
 
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Realistic Crew – Overcome (Kitty-Yo)

Hip Hop auch für Nicht-Hip-Hoppiiesten. Abstrakt, experimentell, ideenreich. Hip Hop wird hier wieder auf Entgrenzung gesetzt und es funktioniert. Ob melodische Beats oder Feuer: Die Reize treffen Bauch, Bein und Kopf. Nach jahrelangen Kollaborationen mit den bedeutendsten Undergroundmusikern Ungarns haben sie es nun verdient geschafft ihr neues Album „Overcome” bei Kitty-Yo zu veröffentlichen. Gratulation!jung

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| 11:35
 
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Pantaleimon – Mercy Oceans (Durtro Jnana)

Andria Degens ist die Frau hinter dem klangvollen Namen Pantaleimon. Entspannte und reduzierte Akustik-Melodien zaubert sie auf ihre neue Platte. Gefühlvolles, minimalistisches Zupfen, verfeinert mit Geigen, Mandoline oder Zither, ziehen sich durch die einzelnen (leider sehr ähnlichen) Lieder. Im Einklang mit ihrer sanften, aber eindringlichen Stimme eine ideale Cd für den winterlichen Abend zu Hause, [...]

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| 11:35
 
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Kraak & Smaak – Funk Ass Rotator/Mad as Hell (Jalapeno / 057)

Der „Funk Ass Rotator” ist schon richtig betitelt, funky grooves für die Tanzflächen. Leider nerven die Vocalsamples, die wohl sexy daher kommen sollen, aber leider ein leichtes Schauern erzeugen. Mit hochgepitchen Schreien wurde doch früher Eurodance noch mehr zur Pest. So macht man eine okayen Dancetrack zur peinlichen Nummer, vor allem, wenn eine Frauenstimme „Ass [...]

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| 11:35
 
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V.A. – Waldeck’s Gramophone Vol.1 „Swing and Champagne“ (Dope Noir)

Eine Compilation, wie man sie nicht unbedingt braucht. Waldeck verdeutlicht den Kosmos, aus dem er seine Inspirationen bezieht, nämlich Swing aus den Zwanziger bis Vierziger Jahren. Natürlich ist der große Django Reinhardt dabei und einige andere Größen von damals. Dazu kommen aber noch aktuelle Produktionen von Kormac, Pink Martini und Waldeck selbst. Das klingt im [...]

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| 11:35
 
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Bajofondo – Mar Dulce (Surco)

Im ersten Moment denkt man, Tango und Elektronik schon wieder? Das kennt man doch schon zur Genüge. Hinter „Bajofondo” jedoch verbirgt sich Gustavo Santaolalla, immerhin der Mensch, der sich für die Soundtracks der Inarritu-Filme verantwortlich zeigte. Mit der Musik zu „Babel” bekam er den Musik-Oscar und das nicht unverdient. Den Unterschied macht bei diesem Album [...]

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| 11:34
 
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V.A. – Neujazz (Sonar Kollektiv / 174)

Eine neue Zusammenstellung aus dem Haus der Jazzanovas. Bei der Betrachtung der beteiligten Künstler finden sich nicht viele Überraschungen, der übliche Kosmos wird abgebildet. Gänzlich unbekannt ist mir das „Max Grunhard Quintet” mit ihrem fast zehnminütigen „Sea Shanty”, ein schönes Jazzstück. Ob der im Info erhobene Anspruch, dass dieser Jazz auch im Club funktioniert, immer [...]

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V.A. – Keb Darge Digs for P & P Records (Suss’d Records)

Was soll man dazu noch schreiben? Alle Insider kennen Keb, er ist als Compiler unzähliger Sammlungen bekannt und hat immer ein gutes Händchen bewiesen. Die Tracks hier sind wie immer rar und überzeugen in ihrer stilistischen Vielfalt. P&P war übrigens ein kleines New Yorker Indielabel. Natürlich ist das Genre wieder Funk, der von Philly über [...]

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Ursula 1000 – Undressed (ESL)

Alex Gimeno kennt man als humorvollen Produzenten zwischen funky Breaks, Discoglam und electroiden Einlagen. Ähnlich ist auch die Riege der Remixer gelagert, die das letzte Album „Here comes tomorrow” veredeln dürfen. Neben dem üblichen Umfeld von Fort Knox 5, Skeewiff und All Good Funk Alliance gibt’s einen tollen Industrialremix von Ladytron und elektrolastigeres von Miyagi [...]

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| 11:34
 
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Missill – Targets (Discograph)

Missill ist erst 25 und hat inzwischen viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. „Targets” wird dem Ganzen noch eine Schippe oben drauf legen, denn was die quirlige Djane hier vorlegt, macht keine Gefangenen. In bester Hiphop-Tradition scheißt sie auf Genreschubladen und brettert drauf los zwischen Funky Groove, basslastigem Electro und Baile Funk-Einflüssen. Da gehört als Mc [...]

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| 11:34
 
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Gare du Nord – Sex ‘n Jazz Vol.1 (PIAS)

Die beiden Produzenten Inca und Doc machen auf ihrem vierten Output etwas, was man früher als „Lounge” diffamiert hätte. Allerdings haben sie schon 2001 mit ihrem Debüt aus dem Gros der Coffeeshops-Beschallungsmusik herausgestochen, dafür hatten sie zu gute Kompositionen und eindrucksvolle Stimmen dabei. Auf „Sex und Jazz” wird Marvin Gaye und Miles Davis gehuldigt, auf [...]

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| 11:34
 
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Ian Brown – The World Is Yours (Fiction)

Die Stones Roses bleiben vergangene Gottheiten des britischen Raves. Und immer noch schwingt deren Spirit in Browns Gesang mit, ohne dass er jemals wieder Drogen-Tanzmonsterchen wie „Fools Gold” schaffen könnte. Meine Herren, war der Typ nach seiner Zeit mit den Steinrosen fertig. Da torkelte er bei sicherlich gut bezahlten Soloauftritten über die Bühne, dass klar [...]

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| 11:33
 
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V/A – SmaShits (Shitkatapult / 88)

10 Jahre Shitkatapult, das gibt’s doch nicht. Das will gefeiert werden und sich feiern lassen. Großmäulig wie aus diesem Umfeld oft und sympathisch bekannt, werden gleich mal Leute eingeladen, die herzlich gratulieren und selbst nicht gerade unbekannt sind: Deichkind, Studio Braun und Helge Schneider steuern erwartungsgemäße und feine Geschenke ab, dazu gesellen sich die befreundeten [...]

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| 11:33
 
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Raz Ohara & The Odd Orchestra – s/t (Get Physical / 19)

Selten genug freut man sich noch so richtig über Lebenszeichen von Popmusikern, die einen schon länger begleiten. Dean & Britta etwa, Ex-Galaxie 500, Ex-Luna, das war ein Fest des Déjà-Entendu, als sie neulich ihren wundervollen, traurigen Pop auf deutschen Bühnen besangen, 1990 wach werden ließen, und Münster plötzlich viel besser als Siegen da stand. [...]

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| 11:33
 
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Sonic Arts Network – Periférico (Sonic Arts Network )

Es ist ja sicher gut gemeint und durchaus im Sinne der Völkerverständigung, wenn Kuratoren uns Bewohner der ersten Welt mit Kunst aus den ehemaligen Kolonien konfrontieren. Demgemäß gibt es hier Abstraktes, Rhythmisches, Elektronisches und HipHop aus Ländern wie Brasilien, Angola, Kolumbien, dem Iran oder Libanon zu hören. Wenn allerdings jemand wie Kamran Rastegar seit einem [...]

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| 11:33
 
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James Nidecker & Roger Valdez – $.e.x. (Strom Recordings / 02)

Ich weiß gar nicht woher das kommt, ich bin sonst gar nicht so, aber wenn jemand seine Tracks mit so einer Phuture-Befehlston-Stimme versieht, dann gehorche ich. Und „Jack” und „Beautiful Bodies” sind erfahrungsgemäß auch alte Weggefährten. Das Original zieht sich mit ordentlich Zug drin am Chicago-Sleaze seliger Relief-Tage entlang und kommt dabei dem Zweck entsprechend [...]

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Anders Ilar – Sworn LP (Level Records / 11)

Ein musikalisches Chamäleon ist dieser Anders Ilar. Nach den eisigen Ambiententwürfen auf Shitkatapult oder den akademischen Minimalismen auf Audio.nl, knüpft Ilar hier an sein 2006er Album an. Funkelnde Elektronika und schwer romantische Beinahe-Clubtracks bekommen diesmal ein warmes, fast housiges, aber dennoch unnahbares Sounddesign. Überall regieren unterschwellige, deepe Flächen, die das komplette Album magisch verschleiern – [...]

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Duncan Ó Ceallaigh – Distant voices, still lives (U-Cover / 19)

Duncan Ó Ceallaigh, Fotograf und Musiker aus Wismar, released hier ein ganz erstaunliches Minialbum bei den Belgiern von U-Cover, eins, das ganz verschiedene Formen ambienter Musik enthält, deren gemeinsamer Nenner zuerst einmal nur das Fehlen von einem Beat als solchem ist. Beginnend mit „Stars of the Lid” -ähnlichen, harmonisch-majestätische Scapes, über latent noisige Lo-Fi-Tracks, deren [...]

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Fibla – Liants (Spa.Rk / 12)

Ein paar Tage vor dem Schreiben dieser Review habe ich versucht, einem amerikanischen Journalisten zu erklären, warum IDM tot ist und wie sich das Genre selbst erhängt hat. Beim Beantworten seiner Fragen habe ich die ganze Zeit nach einem guten aktuellen Beispiel gesucht und nun mit dem Fibla-Album gefunden. Langweilige, zerquetsche Noises machen die Beats, [...]

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