TRG – Broken Heart/Put You Down Remixes (Hessle Audio / Hes004)
Für mich eigentlich keine TRG-, sondern eine Marytn-Maxi, dessen Remix für “Broken Heart” alles präzise zerlegt, was bisher da war. Martyn ist der beste Producer zur Zeit, daran besteht kein Zweifel, und wie ein Chameleon hat er Drum and Bass abgeschüttelt und sich völlig dem schwer Detroit-infizierten Dubstep verschrieben. Und genau das ist auch die [...]
Ark & Mikael Weill – Les Cerveaux Lents (Karat / 034)
Ark macht immer alles richtig. Hier in Zusammenarbeit mit Mikael Weill drei Tracks mit cleveren Jazzeinflüssen aber dennoch ziemlich geraden Grooves. Die A-Seite, logisch, heißt ja auch “Tribute To Chicago”, funkt sehr direkt und wandelt sich nach und nach in einen Oldschoolhit um, komplett mit Divenvocals und sympathischer Oldschoolüberdosis. Auf der Rückseite kommt mit “Le [...]
Hercules And Love Affair – S/T (DFA)
Herkules, so die griechische Mythologie, war so stark wie kein zweiter und war zeitlebens selten dem einfachen Lebensweg ausgesetzt (“Herkules am Scheideweg”). Genauso liebten ihn die Frauen, so zeugte er unter anderem an 50 Nächten 50 Söhne mit den 50 Töchtern des Thespios. Eine wahre Leistung und trotz seiner Gelehrigkeit war er jedoch jähzornig und [...]
Robert Hood – Fabric 39 (Fabric / 077)
Robert Hood lässt in seinem Fabric-Mix die eigenen Referenzen sicherlich nicht unbeachtet. Knapp ein Drittel der 32 Tracks lassen sich auf die Feder des Detroit-Altmeisters zurückführen, was natürlich auch den Sound maßgeblich beeinflusst: Fabric 39 ist ein Ausflug durch Robert Hoods musikalische Sozialisation zwischen fröhlichen Detroit-House-Tracks und minimalen Technostampfern. Gespickt mit Klassikern diesseits und jenseits [...]
Ryo Murakami – Down The Sky (Poker Flat / 095)
Der Argy Remix von “Down The Sky” ist mir ein klein wenig zu Dub. Dabei ist das Original doch so funky. Ryo Murakamis Qualität ist es, bei aller Abstraktion und Klarheit in den Sounds doch immer noch die paar Elemente zu finden, die den Track richtig locker grooven und aus der Stille heraus sehr mächtig [...]
Guillaume And The Coutu Dumonts – Les Gans (Musique Risquée / 015.1)
Mit “Les Gans”, auch ein Track vom Album, ist ja alles klar. Das Stück hat einfach die smoothesten Bläsereinsätze die zur Zeit around sind, und das in so deeper Art, dass man jedesmal wieder völlig verblüfft ist, dass so ein Track dennoch eine solche Energie entfalten kann. Wenn ich wen zu einem Jazzfestival einladen würde, [...]
René Breitbarth – Le Rythme Korg EP (Dessous Recordings / 079)
Sehr smoother Track mit sehr klassischem Detroit-Appeal, der fast schon in die Richtung von Fabrice Lig-Tracks geht, aber dennoch nicht ganz so aufdreht, sondern eher genüsslich in seiner eigenen Deepness verharrt. Sehr charmant. Der Remix von Westpark Unit begradigt das alles ein wenig und zwirbelt die Melodie etwas euphorischer, während die Spannung ganz in der [...]
Pacou – Deepchord & Mike Huckaby: The Detroit Mixes (Cache Records / Cache 009)
Huckaby und Modell schnappen sich ältere Pacou-Tracks und stülpen ihnen ihre Gewänder über. Deepchords Mix von “Sound Of Thought” ist dabei eher übertrieben statisch und einfach ein bisschen lasch. Huckaby ist da viel besser, hat ein bisschen mehr Speed im Hintern und rockt “All It Takes” in typischer Berliner Art und Weise.http://www.cacherecords.comthaddi
Fenin – Been Through (Shitkatapult / Strike 91CD)
Mal sehen, ob uns nach dem großen Dubstep dadurch auch ein Dub-Revival an Klangland gespült wird. Zu wünschen wäre es. Genauso wie man ja noch träumen darf von ein bisschen mehr Basic Channel, Pole und Co. zwischen stumpfen Beats auf manch einem elektronischen Tanzboden. Fenin arbeitet auf jeden Fall mit daran. Seine neuesten Tracks sind [...]
Thalia Zedek Band – Liars And Prayers (Thrill Jockey / 196)
Auch wenn dadurch das Klischee der gestrandeten Künstlerin hier untermalt wird: Thalia Zedek hatte es bekanntermaßen nicht immer leicht. War sie mit ihrer Band Live Skull zwischen Achtzigern und Neunzigern für alternativen Rock im Sinne von Sonic Youth oder Dinosaur Jr. immer zu sehr in Blues getränkt, so schrammten Come (ihr Projekt mit Chris Brokaw) [...]




