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27.11.2008 | 15:42
 
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Mass_Prod – Sunset (Fumalab / 003)

Eine dieser Platten, die gerne ein Sommerhit geworden wären, aber jetzt ein klein wenig – trotz global warming – zu spät gekommen sind. Die Vocals stammen aus einer alten Twilight-Zone-Folge und zittern so folkig, dass die Remixer leichtes Spiel haben. Mia bringt die dunkle warme Spannung des Tracks mit einem leicht trancigen minimalen Track klassischer [...]

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| 15:42
 
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Lopazz / Pleinsoleil – By Invitation Only Party III (Resopal Red / 028)

Die dritte der Serie mit modernen Housegrooves auf einer Split EP kommt mit einem sehr dubbigen Track von Lopazz, der etwas altmodische Stringharmonien dennoch so perfekt auf den irgendwann in breakige Gefilde eingeschossenen Groove setzt, dass man sich ziemlich staunend fragt, warum das nicht viel öfter geschieht. Die Strings spielen auch auf der Rückseite (von [...]

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| 15:42
 
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(Oni Ayhun Records / 002)

Gut, dass es solche Label noch gibt. Dancefloor? Nebensache. Info? Wozu. Lieber deepe Detroitsounds durch den Raum flattern lassen zu sehr abstrakten Grooves, die an nichts erinnern und aus der Schönheit der verzückten Synthesizer leben. Zwei brilliante Epen für all die, die durchaus glauben, dass es ein Leben nach B12 und Autechre gibt. Tapfer und [...]

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| 15:42
 
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Shadow Dancer – Soap (Boysnoize Records / 029)

Weiss gar nicht, warum ich die meisten Label, die einen ähnlichen Sound fahren (Bangerkram, ihr wisst schon…) kaum beachte, Boysnoize aber immer wieder etwas abgewinnen kann. Vorurteile? Hier jagt ein Effekt-Stakkato das nächste, die Beats purzeln quer durch die Tonlagen, und die Hauptsequenz klingt eigentlich schon fast wie ein Drumsolo. Aber trotzdem kickt das ohne [...]

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| 15:42
 
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Hermannstadt Collective – Raw Fruit EP (Immigrant / 039)

Rumänen weiter auf dem Vormarsch. Auch auf dieser EP, die mit “Connected” erst mal klarstellt, wie melodiös und dicht ein funkiger Technotrack heutzutage sein kann. Extrem linear und blitzend, aber dabei mindestens so ein fetter Pusher wie manche Stücke auf den Labels der Net 28 Posse. Bonus. Die sanft angezerrt fest im Sattel sitzende Bassdrum [...]

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| 15:41
 
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D’Julez – Fleurette (Circus Company / 033)

Manchmal hab ich das Gefühl, irgendwer bei Circus Company flüstere mir im Schlaf heimlich ins Ohr, dass die neueste nun jetzt wirklich die allerbeste ist, und ich glaube einfach so dran. D’Jules “Fleurette” jedenfalls ist perfekt. Ein einfacher tiefer Pianoakkord, auf den sich fast klassisch im hüpfend trabenden Groove noch ein paar mehr Melodien gesellen. [...]

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| 15:41
 
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Mathias Masteño – Roaming The Highway EP (Upon You / 018)

Ich mag dieses Orchesterpathos nicht. Nicht mal in Breaks. Nicht mal zur Verzierung. Ich will keine Tubabasswände. Und dann will ich auch keine lustigen Latinvocalschnippsel mehr, und dann mag ich “Wild Coyote” auch schon einfach gar nicht mehr. “Midnight Pitstop At Dixie’s” ist hingegen deeper Housesound ohne allzuviel drumherum und Schnörkel. Hier kann man die [...]

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| 15:41
 
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Marius Våreid – Skumle Planer (Full Pupp / 017)

Der Mitstreiter bei der Ytre Rymden Dansskola erweist Full Pupp auch solo die Ehre, und mit “Skumle Planer” trifft er für mich genau das, was ich an dem Labelsound so liebe. Upliftende, harmonische, warme Housemusik im Schneckentempo, die vor lauter Ausgelassenheit nur so summt. Ein Stück wie ein Sommermorgen. Die Rückseite beginnt etwas funkiger, und [...]

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| 15:41
 
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Andrea Gentile & Diego Capri – Thirty Ep (Einmaleins Musik / 039)

Es gibt sie noch, die ruhigen spannungsgeladenen Minimaltracks in denen sich nach einem einfachen Groove alles auf die Effektsounds richtet und darin immer noch eine Spannung gefunden wird, die einen über drei Tracks vom ersten Moment an in Bann zieht. Nicht grade Floorsmasher, aber dafür sehr subtil und auf ihre zurückgenommene Weise extrem elegant und [...]

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| 15:41
 
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Massimiliano Pagliara – Transmissions Florales (Balihu)

Daniel Wangs Label Balihu hat ohne Zweifel jede Menge Boden bereitet für die Space Cadets der gegenwärtigen Auseinandersetzung mit Disco und Artverwandtem. Dennoch hielt sich Wang in all dem Hype vornehm zurück, mal abgesehen von der Ilya Santana 12“ von 2004, die seinem Konzept von Disco allerdings sehr offenkundig und detailgetreu schmeichelte, und seiner EP [...]

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26.11.2008 | 13:03
 
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B. Fleischmann – Angst Is Not A Weltanschauung (Morr Music / mm 085)

Viele Musiker, die sich bisher eher mit dem Zusammenbasteln von Tracks beschäftigt haben, landen letztlich doch im Songwriting. Besonders charmant verbindet Barbara Morgenstern diese Ansätze seit Jahren. Auch B. Fleischmann, der nicht allzu weit von Morgensterns Musikverständnis anzusiedeln ist, nimmt man vor allem die wohnzimmerlichen Electronica-Attitüden als Orientierungspunkt, landet nun im fast mini-orchestralen guten Popsong. [...]

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| 13:00
 
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Martin Eyerer & Oliver Klein – Körnerfresser (Confused Recordings / 076)

Was auch immer man denkt, die beiden sind einfach schon in ihrem Sound so perfekt, dass einem kaum ein Gedanke des Widerspruchs einfällt. Mit “Körnerfresser” übertreffen sich die beiden selbst und lassen einen perkussiven Groove mit so weiten Hallräumen und bratend brutzelndem Bass auf uns los, dass man mittendrin schon fast vergessen hat, dass es [...]

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| 13:00
 
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Tigercity – Pretend Not To Love (Strange Feeling)

Würde Molly Ringwald heute den Breakfast Club drehen, würde ihr Management Tigercity-Tracks am laufenden Meter lizenzieren. Knietief im 80er-Wave-Pop legen Tigercity ihre butterweichen Songs hin. Weil aber aus den USA, schimmert Rock und vor allem Soul immer durch. Wo die Junior Boys in ihrer Musik durch und durch europäisch sind, hört man dieser Band hier [...]

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| 12:59
 
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V/A – Back in the Box mixed by Dave Clark (NRK Music)

Auch 20 Jahre nachdem England seinen Summer of Love erlebte und bald ganz Europa von Acid/Chicago-House infiziert wurde, hat der Sound seine Berechtigung. Dave Clark weiß das und greift für den dritten Teil der NRK-Reihe “Back in the Box” in die Chicago- statt Elektro-Kiste und mixt gekonnt ein Acid-House-Set, dass nicht nur die Gassenhauer beinhaltet, [...]

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| 12:59
 
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David Keno – Same Circus Different Clown (Hi Freaks / 016)

Klar, man darf schon mal alberner werden auf Hi Freaks, und ein Track mit einem solchen Titel kann wohl auch gar nicht anders. Sehr quirlig und sprudelnd, mit einer inneren Springfeder produziert, rockt der skurrile Chicagotrack mit Bonusbläschen vom ersten Moment an perfekt einfach und sehr glücklich vor sich hin. Der Remix von Philipp Wolgast [...]

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| 12:59
 
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Gelbart – The 11th Voyage (Economic Thought Projects / EC002)

Auf dieser 7″-Vinylperle aus Irland tun sich zwei israelische Projekte zusammen, Pil and Galia Kollectiv (fürs Artwork) und die Wahlberliner Solo-Band Gelbart und lassen sich dabei von Stanislaw Lem inspirieren. Vor allem die beiden Stücke der A-Seite präsentieren Gelbarts ureigene Kombination gegensätzlicher Versatzstücke: Scheppernde Gitarre und sphärische, quäkige, blubbernde Analogelektronikbasteleien, in verschachtelten Arrangements und ungeraden [...]

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| 12:58
 
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Pit Er Pat – High Time (Thrill Jockey / 208)

Ungewöhnlich klang ihre Musik schon immer. Pit Er Pat, das Trio aus Chicago, mischte komplexe Rhythmen und von klarer, manchmal etwas unsicher gesungener Frauenstimme getragene melodiöse Songs zu seiner ganz eigenen und eigenwilligen Mischung aus Post Rock und elektrischem Folk. Für das vierte Album entdeckten sie zudem noch sowohl asiatische und südamerikanische Percussion-Instrumente und -Rhythmen [...]

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| 12:57
 
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The Cheapers – Wilderness Part 2 (Upon You / 017)

Dark, klar, mit Tiergeräuschen, klar, auf seine eigene samtige Weise hinterlistig. Was sonst. Die beiden neuen Tracks der Cheapers gehen mit “Hunter” tief in den Jungle der minimalen Feinheiten und entdecken dort den Charme der guten alten Orgelspinettkreuzung mit Flimmerhärchen an den Beinen. “Fortress” ist stolzer und mit dem sanften Bimmeln im Stapfen fraktaler Gildenrüstungen [...]

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| 12:57
 
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Nacho Marco – Elevator (Modern Electrics / 001)

Sehr leichte fluffige House-EP mit Hintergedanken, einem Aqua-Bassino-Remix (der klingt wie immer) und zwei anderen spanischen Housemixen die sehr glatt und elegant, aber doch genügend funky klingen, um einen nicht auf die falsche Bahn zu bringen. Nice. bleed

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| 12:57
 
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Sascha Dive / Johnny D – Midnight Blues (Love Letters From Oslo / 004)

Klassiker. In gewisser Weise fehlt mir immer noch das entscheidene Wort, das diesen Sound gut zusammenfasst. Sascha Dives “Midnight Blues” geht mit vielen Stimmen im Hintergrund und einer sehr sanften Art mit den Sounds umzugehen in einen leicht shuffelnden, aber auch wiederum sehr geraden Groove, in dem alles vor Dezentheit nur so glänzt. Johnny D’s [...]

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25.11.2008 | 17:39
 
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Eddie Fowlkes – Tiazoe Project (Detroit Wax / 004)

Manchmal würde man sich wünschen, dass die Konzentration der Vinyllabel auf Europa nie stattgefunden hätte. Dann würden einem viel öfter Platten von solchen Legenden wie Eddie Fowlkes begegnen und man hätte einen Dancefloor in dem House nicht mehr heisst, dass man die minimalen Strukturen leicht mit Melodie versieht und ansonsten im großen Strom seinen Platz [...]

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| 17:38
 
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Starkey – Ephemeral Exhibits (Planet Mu / ZIQ223)

Stilistische Hybride haben immer etwas inhärent frisches, und da Planet Mus Neuzugang Starkey mit einem solchen aufwartet, ist er mein Star diesen Monat. Eigentlich ein Grime-Aktivist – DJ, Producer, Promoter, Labelmacher (Slit Jockey), Musiktechniklehrer, mit einigen 12″s und Remixen auf Labels wie Lo Dubs, Werk, Ruff oder seinem eigenen, aber eben nicht aus Croydon, sondern [...]

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| 17:34
 
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Like A Tim – Like 12 (Like Records / 012)

Viel zu selten kommen dieser Tage Platten von Like A Tim raus. Aber wenn, dann sind sie fundamental. Die 4 Tracks der neuen EP bestehen aus Drumsounds und Acid. Nichts sonst. Alles andere wäre hier Überfluss. Alles andere würde nicht so kicken. Alles andere wäre nicht Like A Tim. 4 Monster die einem das Fürchten [...]

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| 17:30
 
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Gonno – I Don’t Need Competition (Beyond / 001)

Was für eine unglaubliche Detroit-EP. Der Japaner (momentan in Berlin) schafft es mit links ein paar der kickendsten Detroittracks des Jahres zu machen, die, um es mal einfach zu sagen, genau die Schnittstelle zwischen Dial und Arne Weinberg markieren. Deep, aber doch linear, ruhig, aber mit diesem inneren Glühen und voller Eleganz auf dem Dancefloor. [...]

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| 17:27
 
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Windsurf – Coastlines (Internasjonal / INTCD001)

Das Duo Windsurf aus San Francisco ist die neuste Entdeckung von Prins Thomas für sein auf nicht-norwegische Künstler beschränktes Internasjonal-Label. Deren unaufgeregte Discokraut-Epen pulsieren so selbstverständlich im Hier und Jetzt, dass man sich fragt, warum für derartigen Sound immer noch der olle Weltraum als eskapistische Utopie-Vorlage herhalten muss. Cocktail-beschwipst an kalifornischen Stränden auf’s Meer hinausblicken [...]

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