Modeselektor – Happy Birthday Remixed Pt. 3 (Bpitch Control / 191)
“Suckerpin” bekommt auf der dritten Folge der Remixe erst mal das pumpende Stakkatocutup-Treatment von Feadz und rockt dabei manchmal ein klein wenig wie ein kaputtes Konzert von Ghettoblastern buntbeklebter Autobusse aus Uganda die diverse 70er Jahresender querhören. Funk für Freunde der Grande Nation unter der Discokugel. Siriusmo grüsst die französische Rapcrew, deren Nähe zu diesem [...]
Clark – Growls Garden (Warp)
Diese Engländer machen mich fertig. Warum plötzlich alle wieder die Verzerrer rausholen müssen, immer neben dem Beat herhinken müssen, die Euphorie bis zur Unkenntlichkeit verdrehen, Dancemusic verarschen, sich schlimmer als Happy-Hardcore-Producer an Samples vergreifen, HipHop in die Eier schlagen, Booty neu erfinden, dem Aphex Twin den Stinkefinger zeigen und schließlich alles brav mit einem ambienten [...]
Hauschka – Snowflakes & Car Wrecks (Fat Cat / 12Fat075)
Neue Stücke von Hauschka, neuer Herzensbruch. Und das, obwohl es sich bei den Stücken dieser EP (fünf auf dem Vinyl, sieben auf der CD-/Digital-Version) “nur” um übriggebliebenes Material von Volker Bertelmanns letztem Album “Ferndorf” handelt. Völlig egal, alle, die mit Hauschka vertraut sind, wissen, wovon ich spreche. Mal fast manisch, mal luftig, zwischen Mikro-Komposition und [...]
V/A – Delsin Remix EP 2 (Delsin / 75dsr/var3)
Auf der zweiten Remix-EP kommen Shed und Steve Rachmad zum Zuge. Der Berliner verordnet Tahos “Energy Field” ein großflooriges Zitter-Korsett voll bebender Percussion, großen Dubs und einem in Melodie gegossenem GSM-Funk. Entrückt von der Wirklichkeit dreht sich so das Karussell der Einsamkeit. Rachmad liebt den modernen Trance und kippt den kompromisslos über Quinces “For My [...]
AGF/Delay – Symptoms (BPitch Control / BPC 193)
Zweites Duo-Album, zweites Mal wunderbar. Soviel vorab. Antye Greie-Fuchs (AGF) und Sasu Ripatti (hier Vladislav Delay, gerade noch letzten Monat Luomo mit toller neuer Platte) haben uns schon zweimal beschenkt. Wenn man das Netzwerk der beiden aufspannen würde, dürfte es eine ganze Ausgabe der De:Bug füllen. Lassen wir all das beseite, ohne es zu vernachlässigen. [...]
The Sight Below – Glider (Ghostly / GI-78)
Vom visuellen Design her erinnert „Glider” an dunkelminimale Elektronik, irgendwo zwischen Plastikman, Alva Noto und Labradford. Also schon auch majestätisch, ohne Kitsch. Vom Klang ist The Sight Below dann schon eher an der popambienten Variante von Köln Kompakt orientiert. Wenn Gas loslaufen würde und auch hier um den Rest-Kitsch reduziert würde. Albert Camus wird auf [...]
Aufgang – Sonar (Infiné / iF2015)
Aufgang ist das neue Projekt von Francesco Tristano, der hier zusammen mit Rami Khalifé (ebenfalls Piano) und Aymeric Westrich (Drums) den akustischen Techno mit barocker und doch tighter Eleganz auf die Spitze treibt. Das Titelstück wünscht man sich auf die Dancefloors der Welt, als Sturm, der all die Zweifel vertreibt und neue Regeln aufstellt. “Barok” [...]
Les Frères Courvoisier – Why Does Everybody Move To Berlin (Archipel)
Definitiv der Hit unter den letzten Archipel-Releases. Nicht nur die elegant eingeschliffene Stimme, sondern auch das Brachiale der Basslines und der Gesang sind einfach so auf den Punkt, dass man die am liebsten sofort auf jedem Festival als Nullpunkt spielen lassen möchte. Killerneurose und Gerechtigkeit bis über beide Ohren. Und der Rest der Platte, mit [...]
Uneaq – We Came To Party EP (Clique Trax / 001)
Ziemlich desolate elektroide Housestampfer mit Vocals, die so lässig unterhalb der Gürtellinie liegen, dass man sie vor allem gut findet, weil sie so albern sind und selbst vor Discofiltern nicht halt machen. Musik für die nächste Generation von Handtaschenhouse, die durch eine lange Minimalschule gegangen ist. Süß, irgendwie. http://www.myspace.com/cliquetraxbleed
Dop – The Genius Of The Crowds (Supplement Facts / 012)
Der Guy Gerber Mix schnappt sich von “Mumbojumbo” die kurzen Stings und macht einen hitzigen Ravetrack draus, das Orginal ist allerdings für mich mit seinem tief grabenden Break und dem Groovegeschrei immer noch der Hit der Platte. Purer Funk, mit so deepen Jazzmomenten, dass man die Macht hinter dem Track erst langsam entdeckt. Ein Killertrack, [...]




