Intrusion with Paul St. Hilaire – Little Angel (Echospace / Intrusion003)
Dub. Das kann man beim Namen der Künstler erwarten. Wenig Techno hier. Dafür eine ganz deepe Nummer mit digitalen Delays, die sich ganz tief in die Windungen graben. In der ‚Version’ kommen dann auch mal Beats hinzu. Die Vocals sind hier längst entfallen. Auf der Flip wünscht man sich dann endgültig, dass die Platte sich [...]
Martin Schulte – Depth Of Soul (Lantern)
Das Tolle an Martin Schulte ist, dass er gar nicht so heißt. Marat Shibaez steht im Pass des jungen Russen, der hier auf diesem Album auf dem Sublabel von Plop aus Japan den Dubtechno in allen nur denkbaren Formen zelebriert und immer wieder auf den großen Echo-Schwuusch anstößt. Dabei sind die Beats immer extrem konkret [...]
Kotelett & Zadak – Angela (Hi Freaks / 018)
Nein, wir hoffen, das ist keine Hymne an unsere Bundeskanzlerin, aber groß wundern würde uns das bei den Berlinern auch nicht. Sehr geradliniger Minimaltrack auf Stelzen, mit sanften Untertönen in den Sounds und genau der richtigen Portion interner Verwirrung über den eigenen Zustand, dass man das gerne abfeiert. Das Vocal klingt übrigens fast wie “Inschallah”. [...]
Mathias Schaffhäuser & Xhin – Ice Monster (Persistance Bit Texture Series / 006)
Sehr abstrakt und mit vielen kleinteiligen getuschelten Percussionsounds, die dem Track trotzdem keine Houseathmosphäre geben. “Ice Monster” will über den Floor sliden, und das gelingt ihm mit sehr feinen Bewegungen auch perfekt und wirkt wie ein Minimaltechnoballett auf flirrend ausgedehnt groovenden Gleitschuhen. Die Rückseite mit ihrer fast festlichen aber dennoch dunklen Grundstimmung ist mir etwas [...]
Dave Tarrida – Hot Leather Seats (Musick / 023)
Tarrida ist auf einem ganz seltsamen Kurs. “Out Of Control” hier mit ausgiebig nölendem Soulgesang von Big Bully, brutzelt bis in die letzten Ecken, aber zwischen dem oldschooligen Technogefühl und dem dubbig entkernten Groove kommen mir die Vocals, ganz anders als bei den japanischen Schnipseln auf “The Great Wave”, einfach immer in die Quere. Auf [...]
Stranger Son Of WB’s – Einstein’s Getaway (White Box / 002)
Diese Platte beginnt zunächst mit schwer nach „Liquid Liquid“ und Konsorten klingendem (No-)Disco-Rock, doch das leidenschaftliche Grölen des Refrains lässt bereits ahnen, dass da noch mehr kommt. „Engine“ ist ein denkwürdiger Joy Division/New Order-Rip-Off – aber auf Speed, Überhaupt ist das Album ein großer, eklektischer Wahnsinn. Ein Punkrock gewordenes Wodka-Bull-Gelage, abgehalten in Mark E. Smith’s [...]
Andre Zimma – M.U.S.I.C. At Jazz Remixes (Swedish Brandy Productions / 015)
Klar, wenn man anfängt “Music” zu buchstabieren, dann sollte da besser ein Klassiker bei rauskommen. Tut es im At-Jazz-Mix auch (das Original?, ich hab’s nie gehört). Sehr sanfte Chords, Flächen, Beats für die Freunde sanft balearischer Housemusik… Ein Track, der so schnell vorbei ist, wie er hereinschneite. Musik, bei der man sich nicht ganz sicher [...]
Danilo Schneider – Exposé (Brouqade / 007)
In dem Umfeld sanft percussiv-linearer Housemusik ist im letzten Jahr extrem viel passiert, und Danilo bringt uns mit “Deep Down” irgendwie noch einen Schritt weiter. Die Sounds sind extrem ausgefeilt und durchdacht, leicht dubbig am Rand, aber knisternd genug, um die Spannung zu halten und machen aus der Bongo tatsächlich irgendwie ein unmissverständliches Ravesignal. Der [...]
DAT Politics – Mad Kit (cos Records / 024)
Französisches Overstatement hat Konjunktur, noch immer. Traditionalistischer Indie wurde durch die Elektrorappel aus Paris und Co. jeglicher Seriösitätsmerkmale entledigt. Teenies und Hipster bauen sich eine wahrhaftige Post-Rave-Ära, die von Dance-Aposteln genauso wenig gut geheißen wird, wie von den ewigen Suchern nach Authentizität im Soundgeschäft. DAT Politics sind in dieser Welle (noch immer, oder gerade deshalb, [...]
Nat King Cole – Re:Generations (Capitol)
Eigentlich ist es ein Wunder, dass sich jetzt erst konzertiert des Vermächtnisses von Nat King Cole angenommen wird. Leute wie The Roots, Amp Fiddler, Will.I.Am, Brazilian Girls oder Cut Chemist hätten das auch früher gern getan. Von Letzteren stammt auch das Highlight. HipJazz, der swingt als wäre er für Cole gemacht worden. Gegenbeispiel sind aber [...]




