V.A. – Spicy Cunt Vol. 1 (Level75)
Dass beim Gedanken an Francolectro-Indie-Rave alle laut Ed Banger schreien, bedeutet nicht, dass allein das Label von busy Busy P den hippen Sound aus Frankreich nach vorne treibt. Auch Level 75 trägt mit Künstlern wie Djedjotronic, Faces oder Popov dazu bei, dass alles grellbunt zerhackt wird. Electro bitchy dance nennt sich das im Labeljargon von [...]
Re-UP – Dos Por Dos (Upon You / 021)
Eigentümlich verheissungsvoll beginnt “Dos Por Dos” als sanft hymnisch angelegter Minimaltrack, der aber langsam immer verschrobener und in sich gekehrter wird und mit seiner schnurrend zeternden Melodie irgendwie völlig verrückt wird. “Inside Us” kommt mit federnden Percussiongrooves, die von einem einfachen Vocalschnipsel auf Linie gehalten werden, und der digitale Bonustrack “Moonjoo” ist auch vollends perkussionsüchtig. [...]
Voodeux – Bones Ep (Mothership / 015)
Mächtig böse ist Mothership ja sehr gerne. Klar, ist ja auch das Mothership. Davon ist nie Gutes zu erwarten. Die beiden Tracks von Voodeux rocken mit einer darken Beständigkeit, die einem Angst einjagen kann, sollte man ein schwaches Herz haben. Angetäuschte Harmonien, schlierende Hallräume, überall nur Geister. So ist Musik, die einem das Herz rausreissen [...]
Steril – Rock The Nation (Vokuhila / 019)
Klar. Das ist ein Rocker. Das will mit seinen Elektrobeats so präzise sein, wie es mit den Vocals sleazy digitaler Glam sein möchte. Sagen wir mal: Das will nicht, das kann. Immer. Steril enttäuscht da nicht. Der Lützenkirchen Remix kommt hier zwar unpassend, aber ist als Münchner Klüngel – und letztendlich sind Lützenkirchen Tracks (das [...]
V.A. – Three Ideophones (Onopatopee / 021)
Wie nahezu alles bei dem Goodiepal mitspielt, ist auch diese Triple 10″ im extrem schönen lindgrünen Karton ganz schön verrückt. Neben Goodiepal widmen sich hier noch Alejandra Alinas mit Aeron Berman und Jörg Piringer, jeder auf einem eigenen Vinyl der Idee der “Ideophones” und die Musik oder besser gesagt das Konzert, das dabei herauskommt ist [...]
Engkilde & Groth – Snow (Brumtone / 009)
August Engkilde am Bass, dem Nord Modular und der MPC, Henriette Groth an Klarinette und Piano. Man möchte die beiden wie eine Band vorstellen. Eine Jazzband natürlich. Eine auf dem Weg zwischen getragenen Melodien, die dem Thema entsprechen und einem gewissen Hang zum experimentell verhangenen. Das Rückgrat ist immer der Kontrabass, aber die spartanischen Arrangements [...]
Alessio Mereu – Nero Corvino (CMYK / 023)
Irgendwie immer überraschend, wie es CMYK und die benachbarten Label schaffen, aus einem sehr soliden sequenziellen Technosound dennoch soviel Tiefe herauszuholen, soviel Eleganz, dabei dennoch nie zuviel Oldschool, so dass die Track einem wirklich etwas neues sagen können. 4 brilliante kickende und vielschichtige Tracks für den deepen Technofloor, der von Minimal noch nie etwas gehört [...]
Yapacc – Karma Of The Battlefield (WIR / 018)
Ich weiss nicht. Ich habe Angst. Das ist ein Titel, bei dem die Folklore schon vorprogrammiert ist. Aber, zugegeben, einen Dudelsack hätte ich jetzt doch nicht erwartet. Da kann der Track hinterher noch so funky abgehen, ich bin draussen. Und auch die Rückseite ist mir im Sound etwas zu rockig und leicht verdumpft. Nein. http://www.wir-label.combleed
O/V/R – Interior EP (Blueprint Records / 025)
Mir ist schon ewig keine Blueprint mehr begegnet, aber ich will nicht so recht glauben, dass es wirklich seit 2004 keine mehr gab. Der Sound jetzt, der Sound von Regis und James Ruskin die hinter O/V/R stecken, ist dark. Technoid digital bis ins letzte Detail. Der Groove für heutige Verhältnisse vielleicht ein wenig statisch, aber [...]
Mono – Hymn to The Immortal Wind (Conspiracy / Core077)
Überaus beeindruckend sind die Live-Konzerte dieser instrumentalen Slow(est)-Rocker aus Japan. Wobei der Begriff Rock hier introvertiert und ohne Rockismen (also Gitarrenphallus, Posing etc.) gemeint ist. Wie diese Gestalten versunken in sich und ihre traumhafte Musik auf der Bühne nicht da und somit unglaublich präsent sind, verdient höchstes Lob. Wo Sigur Rós ins Elfenhaft-Folkloristische, wo Bohren [...]




