Darragh Casey – Tauru (Antiqua / ANTQ002)
Antiqua hatte mit Frenchie schon einen fulminanten Start hingelegt und Darragh Casey (erster Release ever, Glückwunsch) steht hier gleich auf Augenhöhe zum Bassdrum-Drücken bereit. Dabei ist die bei “Tauru” eigentlich gar nicht wichtig. Wie in längst vergangenen Zeiten geben hier die HiHats den Puls der endlosen Glückseligkeit. Weiche Chords und kurz getupfte Bass-Akzente machen die [...]
Reagenz – Playtime (Workshop / 9)
Bei Source Records, dem Label von Move D, wird man früher oder später melancholisch. Zu groß war die Zeit damals, zu umwerfend und konsequent die musikalische Vision aus Heidelberg. Reagenz, Moufang und Jonah Sharp, gehörte schon damals mit zum Besten auf dem Label. Und nun, plötzlich, unverhofft, droppen die beiden auf Workshop neue Tracks im [...]
Pawel – Berkeley (Dial / 048)
Der Titeltrack erzählt eine Geschichte. So wie der Wind eine Geschichte erzählen kann. Er lässt die Töne immer enger zusammenrücken, schnurrt das Thema immer fester und bildet kleine Strudel, in denen sich die Welt in ihrer innersten Wirbeligkeit offenbart. Musik, die wirkt, als wäre sie in sich gefangen, in einer Glaskugel, in einem eigenen Strudel [...]
Marco Ressmann & Mathias Masteño – Di-Va (Upon You / 029)
Die Trompete am Anfang kann einem schon etwas Angst machen, aber der Track lässt sich gar nicht erst auf das Thema ein, sondern steckt schon mittendrin, lässt die Hallräume herumschweifen, die Sounds durch den Raum segeln und hat genau den richtigen schwer kickend ruhigen Housegroove dazu, der dem Track immer mehr Soul gibt, während die [...]
Simon Beeston – Dusty Back Room (Highgrade Records / 070)
Die zweite Kollaboration so kurz hintereinander. Die wollen doch zusammenbleiben. Ah, wahre Minimalhouseliebe. Der Titeltrack beginnt wie ein klassisch perkussiver Schneider-Track, kommt dann aber über seine skurrilen rückwärtsgedrehten 60s-Melodien fast schon wie ein Tranceteppich aus Himalayaziegen und Chamoisbarthaar daher. Edel, aber auch etwas verräuchert. Die Rückseite zeigt sie in technoiderer Stimmung auf dem Trip, Steve [...]
V.A. – 5 Years Dirt Crew Recordings Pt.1 (Dirt Crew Recordings / 038)
Die Crew, Tigerskin und Geiger sorgen hier für ausgelassene Feierstimmung. “If You Dance” von der Dirt Crew schraubt das Tempo weit runter, lässt einen in alten Houseszenerien schwelgen, breitet die Chords weit ausgefächert aus und kommt mit eigenwilligen Bleeps, die man 1990 nicht dreckiger hätte finden können. Eine Hymne, die sich dennoch extrem viel Zeit [...]
Argenis Brito & Miguel Toro – Black Shoes (Mobilee / 059)
Cadenza macht Familienausflug auf Mobilee. Warum nicht. Die beiden jedenfalls haben es hier ganz hinterlistig mal auf einen poppigeren Sound abgesehen und singen sich auf dem Titeltrack mit den plockernden Melodien und den wagemutigen kleinen Synthwirbeln, die wie die Stimme im Hintergrund liegen, in Exstase. Smooth und dennoch ein Killer. Unaufdringlich, aber unausweichlich. Die Rückseite [...]
DeWalta – Nightshade (Vakant / 031)
Irgendwie finde ich, hat Vakant den Bogen raus. Beschränkt auf einen kleinen Pool von Acts, wird denen immer viel Raum gegeben um sich zu entwickeln, und gleichzeitig läuft das Label irgendwo zwischen Techno und Jazz immer wieder so überraschend aus dem Ruder, wie bei dieser ultrasoulig swingenden EP von DeWalta. “Move Yo” ist einer dieser [...]
David Keno – Feast (Kindisch / 028)
Etwas knubbelig aufgedrehter Stakkatominimalfunk mit Geigen aus dem vorderen Orient und haufenweise halben Vocalen als Grooveverzierung auf der A-Seite, noch trockener und ähnlich perkussiv zerhackt auf den beiden Tracks der Rückseite, die mit “808″ mehr in den Soul der Klassikhousehymnen driftet und die Vocals auf Jazztänzelein verlegt während “Feast” fast swingende Töne anschlägt. Eine Platte, [...]
Fausto Messina / Jackspot & Diego Miranda – Bafile Street / Munchen (International Freakshow / 015)
Messina beginnt mit einem dieser warmen wankelnden Grooves, in die man sich langsam immer lässiger reinlehnen kann, hat aber immer auch einen Latinunterton, der das Ganze etwas weniger deep macht, als man erwarten würde, dabei aber nie über die Folkloregrenze schlägt. Ausgelassen in sich selbst treibende Housemusik. Die Rückseite ist wesentlich technoider und klingt im [...]




