Heiki – Paper Sound (Paper Sound Plus / 004)
Das erinnert mich sehr stark an die Zeit als Detroit in England zu einer Art Basis wurde auf der sich Acts wie B12 und andere entwickelten, was allerdings nicht heisst, dass es auch nach B12 klingen würde. Aus Toronto kommt Heiki, aber auch aus einem Zeitloch in dem die digitale Welt nur halb erfunden war [...]
Slam – Room 2 (Paragraph / 006)
Zwei Mixe von Pan Pot machen diese EP zu einem Fest für Freunde der bollernd darken Technowelten jenseits von Minimal, aber auf mich wirken sie so in sich eingekugelt, dass mir das manchmal einfach zu eng ist und zu sehr auf dieses Abbild von Stroboskop und Nebel Raves zielt. bleed
Marius Laurentiu & Andrea Bigi – Downtown Stories (Precences Recordings / 024)
Smarte deepe Housegrooves mit schön gefilterten Vocals und warmem Basssound, die sich auf ihre Dichte, die durch die Effekte entsteht, genau so konzentrieren, wie auf den Soul der Vocals und dabei immer ganz schön pushen ohne zu banal zu werden. Der Remix von Marcelo Tag sticht aber dennoch mit seinem überschwenglichen Funkharmoniesuchtsound raus und selbst [...]
June Lopes Feat. Kmar – Rhythm Into Motion (Headset Recordings / 1207)
Klar, da wird schon wieder jemand sagen, das klingt wie Ursula Rucker, das haben Tracks so an sich, die mit einem Spoken Word Frauenvocal kommen. Mir gefällt das aber extrem gut und die Art wie die Stimme immer wieder wegdriftet, obwohl sie so präsent ist, und der Text das auch noch unterstützt, ist ebenso brillant [...]
Secret Cinema – Welcome To My Club 1st Issue (Gem Records / CD001)
Ein sympathischer Mix auf dem Secret Cinema sich quer durch den ravigen Soul der Housegrooves bewegt, die von Sisman, Saag, Egbert, Itamar Sagi und diversen anderen immer wieder bereit ist ein klein wenig zu übertreiben und dann auch mal die breite Masse ins Voguen zu bringen. Musik die immer wieder mal ihre harmonisch breiten Pausen [...]
Slyde – Move Ya Body (Slybeats)
Ouch. Sagt es auch selber. Das tut weh. Wirklich überdreißte Partykloppermusik mit Stakkatosynths und allem was die Ravewelt so an dusseligen Momenten zu bieten hat. Das klingt fast schon so wie eine frühe Breakbeatravehymne, breakig und überzogen bis ins letzte Detail. Und wann habt ihr schon das letzte Mal von “sexy Extasy” gehört? Ein bischen [...]
Booka Shade – More! (Get Physical)
Dass Booka Shade Könner ihres Handwerks sind, konnte niemand je ernsthaft bezweifeln. Sie haben den 2000er Techno-Liveact auf Depeche Mode-Bühnen gebracht und ihr Erfolg hat auch jegliche später aufpoppenden Safri-Duo-Similaritäten zunächst legitimiert. In bestimmten Momenten werden auch hier die bekannten elegischen Moll-Layer aus der Kiste geholt, stramm mit der Euphoriebürste gestriegelt und enorm auf Effizienz [...]
M.In & David Keno (Sonido / 007)
Sehr einfach und perkussiv wirkt der Track auf den ersten Blick. Wie ein typischer perkussiver Housegroove mit sanften Jungle-Hintergründen, aber dann kommt diese abenteuerliche Stimme dazu, die fast heulend soulig mit kratzigem Hals beteuert dass sie nichts mehr fühlen kann und die Melodien steigern sich langsam zu einer Latin-Ravehymne der besten Art. Und auch auf [...]
Ante Perry & Olivier Gregoire – Honey Penny (Systematic / 066)
Sehr relaxt und in einer Tiefe produziert, die einen sofort mitreisst, ist “Honey Penny” ein Track, der sich lange Zeit ganz auf das schwebend lockere des Grooves verlassen kann, dann aber obendrein mit einer so schweren Synthsequenz losrappelt, dass es selbst neben Detroithelden wie Quince noch eine Chance hat. Und auch die anderen Tracks zeichenen [...]
D.Diggler – Zauberwürfel (Twobirds / 003)
Holzig dunkler Minimaltechnoschuber, der erst nach und nach einen etwas tänzelnderen Groove bekommt und sich dann überraschend brabbelig verwirrt verzaubert durch die fluffigen Melodien schlängelt. Der Titel passt, auch wenn damit nicht das Jonglieren mit einem 3D-Puzzle gemeint ist, sondern eher das sich um sich selbst windende der Unwahrscheinlichkeit des Einfachen. Martin Wörners Rollergirl Remix [...]




