Die Ausgangssituation: Martin Gore, Songwriter bei Depeche Mode, hat zwei Solo-Platten veröffentlicht. Zwar nur mit Coverversionen, aber unglaublich geschmackvoller Trackauswahl und sehr advancter Produktion. Dave Gahan, Sänger von Depeche Mode hat bislang ein Solo-Album vorgelegt. “Paper Monsters” war ein kompletter Reinfall, rockistisch und überflüssig. Gleichzeitig hat er aber auf dem letzten Depeche-Mode-Album zwei der besten Tracks geschrieben. So ist “Hourglass” auch ein massiver Sprung nach vorn. Zusammen mit Christian Eigner (dem DM-Livedrummer) und Andrew Philpott (DM-Programmierer) hat er ein Album aufgenommen, das über weite Strecken funktioniert, einen nur selten mit allzu rockigen Ausbrüchen verwirrt und generell ganz klar auf dem dreckigen Grundsound des letzten DM-Albums “Playing The Angel” aufsetzt, im Herzen sehr elektronisch ist und einen schon deshalb überrascht … erwartet hatte man etwas anderes. Vergleicht man es weiter mit Depeche Mode, muss man zwar sagen, dass die Tricks nicht ganz so trickreich sind, die Magie nicht ganz so magisch ist, sich Gahan aber gleichzeitig doch mit Songs profiliert, die man ihm so nicht zugetraut hätte. Er ist jetzt ernstzunehmender Songschreiber, der sicher auch für die Zukunft seiner großen Band einiges beisteuern wird.
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thaddi

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