Wir wissen zwar immer noch nicht genau, warum dieses Album auf Haunt erscheint und nicht bei David Kochs eigenem Meander Label, aber das hält uns nicht davon ab, es von Anfang bis Ende zu genießen. Immer schon ein Mann für das Filigrane, hat DeWalta seinen Sound über die letzten Jahre immer weiter verfeinert, mit einem feinen Schimmer aus Jazz überzogen, ihn dabei aber sogleich zerbrechlich gehalten, wie auf den Floor optimiert. Man könnte behaupten, das Album schlägt aus wie ein Fohlen. Oberflächlich springen die Tracks von harschem Funk über süßlichen Gesang, von fast ambienten Inszenierungen bis hin zu verspielter Barmusik, aber dahinter steckt ein Sound und ein Stil, der immer klar zu erkennen ist. DeWalta-Tracks haben dieses innere Shufflen, diese Rastlosigkeit, die bei aller Schönheit selbst Tracks wie “Pace”, einem schlendernden Jazzbass mit fast klassischem Funkgroove, etwas Aufgeriebenes gibt, etwas Aufgekratztes, etwas das nie stillstehen kann und so dafür sorgt, das alle Anleihen bei eher klassischerer Instrumentierung und selbst den jazzigesten Licks, nie glatt wirken, nie aufgesetzt, einstudiert oder was sonst alles an Fallen z.B. im Jazz lauert. “Wander” führt einen dabei aber doch auf eine Reise, die in sich immer verspielter wird, immer freier auf der Basis seiner Grooves arbeitet und sich am Ende selbst auf Sound einlässt, der gar nicht mehr so weit von den herrausragenderen frühen Jazzmomenten von Mo Wax und ähnlichen entfernt ist. “Jazz is the Teacher”, ein Motto das hier endlich mal wieder ernst genommen wird und nicht in Versatzstücken und Samples mitrauscht. Ein großes Album.

bleed

Leave a Reply

Your email address will not be published.