Kein Obertönchen bleibt bei Dominique Bassal auf dem anderen. Kein Klangbild bleibt unmanipuliert, alles muss durch ein Labyrinth kommunizierender Röhrenmobilees, wenn es nicht gleich in cutting-edge-technologischer Analog-und-FM-Synthesenverschmelzung in solchen geboren wurde, und mündet in apokalyptisch-mythischen Astral- und Pilgerreisen. Klangdrama steht also auf dem Programm. Viere an der Zahl, alles Leckerbissen, Anfang des letzten Jahrzehnts komponiert, später auf 7.1-Sound expandiert, teils noch revidiert. Bassal kam über den Umweg langjähriger fortgeschrittener Studioproduktion im Pop mit diesen Stücken zurück zur ursprünglich studierten Elektroakustik und setzt sich seither nicht nur beim Mastern fürs Label, sondern auch hier bei seinem Debutalbum klangtechnische Hochleistung zum Ziel, und das kann man schon hören, auch in der ästhetischen Anlage: Transparente, schwerstens durchgearbeitete Schichten durchfliegen den Hörraum, viel passiert und passt doch alles zusammen. Deshalb auch ein Bilderbuchbeispiel fürs immer noch fremde, eigene Klanguniversum, das dieses Feld zu bieten hat.
multipara

empreintesdigitales

Leave a Reply