Die Kalte Welle rollt und rollt. Taylor Burch und Joseph Cocherell aus L.A. haben die nächste Platte gemacht, wie sie generell zigfach in Früh-80er-Schlafzimmern entstanden ist. Zu gut umgesetzten Updates davon sagt man natürlich nicht nein, Dva Damas machen auch alles richtig: tragen eine absolute Kaltschnäuzigkeit vor sich her und ziehen das Ding durch, mit unantastbarer Attitüde. Die Drummachine unbeirrt zackig, der Bass finster, Burchs monotoner Sprechgesang zitiert einen schlecht gelaunten Alan Vega. Neben ein paar vorsichtigen Dub-Experimenten stehen hier die dengelnden, knappen Gitarrenriffs im Zentrum, wie aus Spaghettiwestern der 60er nachgespielt. Und das in jedem Song, ein High-Noon-Duell folgt dem anderen, verpackt in smarte Rockabilly-Grooves. Dva Damas haben damit im aktuellen Post-Punk-Revival zwar einen ziemlich originellen Sound für sich entdeckt, aber aus dieser Quelle schöpfen sie eindeutig zu viel: am Ende klingt jede Gitarrenspur, jede Nummer nicht viel anders als die vorangegangene. Kennst du einen, kennst du alle, ist das zwangsläufige Fazit. Fader Beigeschmack einer coolen Platte.

MD

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Elektronische Lebensaspekte.

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